Re: Problem mit dem Jugendschutzgesetz
Christian Prell wrote:
Hallo!
> ...Unseres
> Wissens nach sind sämtliche Importe automatisch FSK 18.
IMHO jein. D. h. wenn es deutsche Ausgaben gibt, sollte (wegen
"Inhaltsgleichheit") die deutsche FSK-Prüfung greifen, ansonsten (und
das dürfte wohl bei den meisten Filmen sein, die ihr zeigt), ist es
automatisch FSK 18.
> Nun haben wir auf den Treffen Jugendliche unter 18 und auch unter 16 (aber
> mindestens 14 Jahre alt) die unter das Jugendschutzgesetz fallen.
Schlecht, sehr schlecht. Ist rechtlich gesehen auch absolut egal, wie
alt die genau sind.
> Unsere Frage ist : Inwieweit findet das Jugendschutzgesetz bei solchen
> Treffen Anwendung?
Sobald ihr Filme zeigt. Auch wenn ihr das privat zuhause macht - das
Jugendschutzgesetz gilt immer. Es sei denn, es sind Eure Kinder, denen
ihr die Filme zeigt.
Mit anderen Worten: Wenn ich einen zweijährigen Sohn hätte, dürfte ich
ihm "Fight Club" und ähnliche Perlen meiner DVD-Sammlung vorführen, wenn
der achtjährige...
-------------------------------------------------------------------------------
Re: Problem mit dem Jugendschutzgesetz
Christian Prell wrote:
Hallo!
> ...Unseres
> Wissens nach sind sämtliche Importe automatisch FSK 18.
IMHO jein. D. h. wenn es deutsche Ausgaben gibt, sollte (wegen
"Inhaltsgleichheit") die deutsche FSK-Prüfung greifen, ansonsten (und
das dürfte wohl bei den meisten Filmen sein, die ihr zeigt), ist es
automatisch FSK 18.
> Nun haben wir auf den Treffen Jugendliche unter 18 und auch unter 16 (aber
> mindestens 14 Jahre alt) die unter das Jugendschutzgesetz fallen.
Schlecht, sehr schlecht. Ist rechtlich gesehen auch absolut egal, wie
alt die genau sind.
> Unsere Frage ist : Inwieweit findet das Jugendschutzgesetz bei solchen
> Treffen Anwendung?
Sobald ihr Filme zeigt. Auch wenn ihr das privat zuhause macht - das
Jugendschutzgesetz gilt immer. Es sei denn, es sind Eure Kinder, denen
ihr die Filme zeigt.
Mit anderen Worten: Wenn ich einen zweijährigen Sohn hätte, dürfte ich
ihm "Fight Club" und ähnliche Perlen meiner DVD-Sammlung vorführen, wenn
der achtjährige Nachbarsjunge dabei sitzt, bleibt nur "Harry Potter".
Unter Umständen greift das Jugenschutzgesetz auch ohne das Vorführen der
Filme, wenn ihr auch indizierte Animes im Programm habt, da indizierte
Medien nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden dürfen - d. h. es
dürfen auch keine indizierten DVDs verkauft oder verliehen werden.
> Reicht eine Einversändnisserklärung der Eltern, das diese Jugendlichen die
> Animes schauen dürfen?
Das dürfte im "Ernstfall" IMHO nicht ausreichen. Rechtlich auf der
sicheren Seite seid ihr IMHO nur, wenn ihr unter-18-Jährige von
vorneherein von den Vorführungen ausschließt. Oder deren Eltern als
Vorführer einbindet.
Bedenken solltet Ihr auch noch, dass unter Umständen die Animes in
Deutschland indiziert sein könnten - das dürfte das Vorführen rechtlich
noch einmal auf eine andere Ebene heben.
Ich weiß, keine allzu guten Nachrichten für dich. Da ich mich allerdings
bisher nur nebenbei mit dem JÖSchG beschäftigt habe und manche Details
seit dem 1. 4. ein wenig anders aussehen, solltest du dich besser
nochmal beim Familienministerium oder bei der FSK schlau machen. Und die
Frage vielleicht nochmal in de.rec.film.misc posten, dort sitzen mehr
FSK-Experten.
Tschüss, Dirk
--
aber ich hab zu ihm gesagt es genügt wenn man lesen kann dann lernt man
was man noch nit gewuszt hat indes wenn man schreibet dann schreibt man
immer nur was man schon weisz - Umberto Eco, Baudolino
-------------------------------------------------------------------------------
Re: Problem mit dem Jugendschutzgesetz
Christian Prell wrote:
Hallo!
> ...Unseres
> Wissens nach sind sämtliche Importe automatisch FSK 18.
IMHO jein. D. h. wenn es deutsche Ausgaben gibt, sollte (wegen
"Inhaltsgleichheit") die deutsche FSK-Prüfung greifen, ansonsten (und
das dürfte wohl bei den meisten Filmen sein, die ihr zeigt), ist es
automatisch FSK 18.
> Nun haben wir auf den Treffen Jugendliche unter 18 und auch unter 16 (aber
> mindestens 14 Jahre alt) die unter das Jugendschutzgesetz fallen.
Schlecht, sehr schlecht. Ist rechtlich gesehen auch absolut egal, wie
alt die genau sind.
> Unsere Frage ist : Inwieweit findet das Jugendschutzgesetz bei solchen
> Treffen Anwendung?
Sobald ihr Filme zeigt. Auch wenn ihr das privat zuhause macht - das
Jugendschutzgesetz gilt immer. Es sei denn, es sind Eure Kinder, denen
ihr die Filme zeigt.
Mit anderen Worten: Wenn ich einen zweijährigen Sohn hätte, dürfte ich
ihm "Fight Club" und ähnliche Perlen meiner DVD-Sammlung vorführen, wenn
der achtjährige Nachbarsjunge dabei sitzt, bleibt nur "Harry Potter".
Unter Umständen greift das Jugenschutzgesetz auch ohne das Vorführen der
Filme, wenn ihr auch indizierte Animes im Programm habt, da indizierte
Medien nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden dürfen - d. h. es
dürfen auch keine indizierten DVDs verkauft oder verliehen werden.
> Reicht eine Einversändnisserklärung der Eltern, das diese Jugendlichen die
> Animes schauen dürfen?
Das dürfte im "Ernstfall" IMHO nicht ausreichen. Rechtlich auf der
sicheren Seite seid ihr IMHO nur, wenn ihr unter-18-Jährige von
vorneherein von den Vorführungen ausschließt. Oder deren Eltern als
Vorführer einbindet.
Bedenken solltet Ihr auch noch, dass unter Umständen die Animes in
Deutschland indiziert sein könnten - das dürfte das Vorführen rechtlich
noch einmal auf eine andere Ebene heben.
Ich weiß, keine allzu guten Nachrichten für dich. Da ich mich allerdings
bisher nur nebenbei mit dem JÖSchG beschäftigt habe und manche Details
seit dem 1. 4. ein wenig anders aussehen, solltest du dich besser
nochmal beim Familienministerium oder bei der FSK schlau machen. Und die
Frage vielleicht nochmal in de.rec.film.misc posten, dort sitzen mehr
FSK-Experten.
Tschüss, Dirk
--
aber ich hab zu ihm gesagt es genügt wenn man lesen kann dann lernt man
was man noch nit gewuszt hat indes wenn man schreibet dann schreibt man
immer nur was man schon weisz - Umberto Eco, Baudolino
-------------------------------------------------------------------------------
EU-GG: Was wir nicht legitimiert haben, ist nicht legitim. (Essenz+)
Z.T. aus dem SPIEGEL 39.
(S. unten: 'Hans-Jürgen Papier')
S. unten:
'F'up de.soc.misc gesetzt, weil';
'S. auch Beiträge'
-------------------------
Kurz:
Das neue EU-GG ist nicht legitim:
Es wird nicht dem Bürger zur Genehmigung vorgelegt.
.. wird nicht zur Genehmigung vorgelegt, u.a. weil
diese selbstherrlichen, illoyalen Burschen Angst haben davor,
das (kriminell entmündigte) Volk könnte sich
bei dieser Gelegenheit rächen für frühere Entmündigungen (s. unten).
(Dies ist ein weiterer Fall in ihrem langen Sünden-Register,
das sie mit jedem neuen Fall umso sicherer einholen wird.)
Wichtiges ist in unserer sog. 'Demokratie'
'kein Wahlkampf-Thema!'.
--------------
Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.
Unser heutiges GG beraubt uns
dieses unveräußerlichen Rechts.
--------------
Frühere Entmündigungen: *
* Unser GG wurde nicht von uns legitimiert.
.. obwohl das GG solche Legitimation vorschreibt.
* die EU;
* der Euro;
(Er wurde bis jetzt in _keinem_ der Euroländer legitimiert.)
* die EU-Grundrechte-Charta;
(.. eine zivilisatorische Peinlichkeit)
* Schengen; nationale Personen-Grenze;
* Zuwanderung;
* Ost-Erweiterung;
entsprechende Zusagen an die Türkei;
* (entmündigende) Verpflichtung des Parlaments,
EU-Gesetzen zuzustimmen;
* (entmündigender, Verfassungs-widriger) Fraktions-Zwang;
(Karlsruhe weigert sich, Klagen dagegen zu bearbeiten.
Die Richter in Karlsruhe werden von den Parteien bestellt.)
* Jüngste Entwündigung durch unserer Beauftragten (Abgeordneten)
bzgl. mehr direkter Demokratie.
(Rund 80% der Bürger wollen mehr direkte Demokratie!)
--------------
Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien
für unser neues GG in spe!
------------------------- -------------------------
Hans-Jürgen Papier,
Präsident des Bundesverfassungsgerichts (Interview):
(Essenz in meinen Worten)
Erklärung der Kennzeichnungen der Zeilen-Autoren:
>... solche Zeilen sind inhaltlich vom SPIEGEL ...
(... solche Zeilen sind von mir (Hermann Niederreiter) ...
HN)
Essenz:
Der Verfassungsvertrag bedarf der Zustimmung der Gesetzgebungsorgane.
Zu sagen (wie Schröder), er sei nur noch abzunicken,
tangiert die demokratisch-parlamentarischen Grundfesten.
Der Entwurf müßte eigentlich
von den Mitgliedsstaaten und vor allem
von deren Parlamenten
sorgfältig diskutiert werden.
>Die knapp 500 Artikel beanspruchen
>Verbindlichkeit für 500 Millionen Bürger.
>Fischer verlangt eine Ratifizierung ohne größere Debatte.
(Das kann sich in Deutschland
ein Minister des Parlaments erlauben zu fordern !
HN)
>Wohl kaum ein Parlamentarier wird den Mut haben,
>Verbesserungs-Vorschläge zu machen.
Der Entwurf ist erarbeitet worden im Auftrag der Regierungskonferenz.
Es ist klar, daß das nicht anders gehen konnte.
(.. eine frivole/ leichtfertige Logik.
Auch bei anderer Gelegenheit 'argumentiert' Karlsruhe
rethorisch nach dem Schema: 'Wie sonst sollte es gehen?!'
In Klartext:
'Weil uns im Moment nichts besseres einfällt, ist es gut.'
Zum Thema: *
* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
* Wenn es schon eine monopolistische Kommission sein muß,
dann können nur wir Bürger die Kommission legitimieren.
.. allenfalls eine beauftragte Kommission, die
diese Kommission legitimiert.
So aber ist das von vornherein Selbstbedienung der Macht.
.. Selbstbedienung der von uns
nur sehr, sehr indirekt und für andere Aufgaben
beauftragten Macht.
Das GG ist dafür zu wichtig.
.. zu wichtig auch, um es einer
monopolistischen Kommission zu überlassen.
Zu wichtig auch, um
die Absegnung den Machthabern zu überlassen.
(.. deren Beaufsichtigung das GG ja sichern soll.)
Ein neues GG erfodert: *
* freien Wettbewerb der Entwürfe;
* eine sehr lange Zeit der öffentlichen Diskussion
& der Verbesserung der (konkurrierenden) Entwürfe;
(Das ist zugleich eine notwendige Zeit, in der
der (genehmigende) Bürger diesbzgl. lernt.)
* persönliche/ direkte Genehmigung durch uns Bürger.
HN)
>Wäre ein Volksentscheid eine Alternative?
Die jetzigen Spielregeln bieten eine hinreichende
demokratische Legitimation.
(Nein: *
* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
* Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.
* Daß uns unser heutiges GG
dieses unveräußerlichen Rechts beraubt,
ist schlicht unzivilisiert, eine Peinlichkeit.
.. ein desaströser Skandal.
HN)
Bei einem Volksentscheid
würden die Bürger vielleicht falsch abstimmen.
(.. ein frivoles, anmaßendes 'Argument'!
So 'argumentiert' der Präsident des Bundesverfassungsgerichts!)
HN)
>Würde sich das Volk wehren gegen ein von oben verordnetes GG?
Es könnten sich Ressentiments
gegen frühere Vorkommnisse richten (Euro,..).
(Es ist wie mit Lügen, die weitere Lügen erfordern.
Es ist eine Gaunerei.
Es ist eine Sackgasse.
Das ist eine Chance (neben anderen),
dem entmündigenden, Weltheim-romantischen, undemokratischen Spuk
ein Ende zu bereiten.
HN)
>Da läuft doch etwas schief, wenn sich
>die Regierung nicht traut die Bürger zu fragen.
Mich beunruhigt, daß
die Diskussion (nicht nur in Deutschland)
an der Öffentlichkeit vorbei geht.
.. selbst am Parlament vorbei.
.. selbst an Karlsruhe vorbei.
(.. auch bzgl. Grundsatzfragen)
Das hat zu einer gewissen Ablehnung geführt.
(Schon die EU-Grundrechte-Charta
wurde quasi heimlich gestrickt & beschlossen.
Kaum ein Bürger kennt sie, hatte Gelegenheit sie zu lesen.
Sie ist soziell, nicht freiheitlich/ zivilisiert.
Sie sieht wichtige zivilisatorische Grundrechte nicht vor,
wie: *
* Grundrecht auf Beaufsichtigung der Macht.
* Verbot von staatlicher Volkserzieherei.
* Grundrecht auf Staats-Minimierung.
* Grundrecht auf Separation.
* ...
Hundt: ein Versorgungs-Katalog.
HN)
Das neue GG sieht (theoretisch) vor, daß
Brüssel nur macht, was die Einzelstaaten
nicht alleine mindestrens genauso gut machen können.
Ob das funktioniert muß sich erst noch zeigen.
Es könnte zu einem Wettlauf bei der Produktion von Gesetzen kommen:
Beide Seiten wollen der jeweils anderen zuvorkommen.
Am Ende ist jeder Lebensbereich bis ins letzte geregelt.
Es ist offen, ob Brüssel Kompetenzen einfach an sich ziehen kann.
Luxemburg sieht das anders als Karlsruhe.
>Luxemburg entscheidet letztlich, welche Gesetze
>wir Brüssel überlassen müssen.
>Dürfen wir so viel Souveränität abgeben?
Nein, nicht nach der Rechtsprechung von Karlsruhe.
Auch das EU-GG würde nichts daran ändern.
(Auch die Änderung des EU-GGs
ist nicht der EU möglich, sondern
bleibt Sache der Teil-Staaten.)
>Unser Verlust an staatlicher Selbständigkeit ist trotdem erheblich.
Es gibt keine Klageart, die vergleichbar wäre mit
unserer Verfassungsbeschwerde.
Ich halte es für denkbar, die Sicherung der Grundrechte
den nationalen Gerichten anzuvertrauen.
.. mit Vorlagepflichten, um
die Letztverantwortlichkeit von Luxemburg zu sichern.
Es ist zu befürchten, daß die Praxis von
25 verschiedenen Strafrechtsordnungen
allzu unterschiedlich sein dürfte.
------------------------- Ende Essenz -------------------------
Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien
für unser neues GG in spe: *
* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
* Auch ein GG braucht ein Maßstäbe-Gesetz,
braucht Prinzipien, an denen sich
die einzelnen Artikel messen lassen müssen.
* Das neue GG darf nicht von einer
monopolistischen Kommission erstellt werden.
.. sondern in freiem Wettbewerb,
mit langer Entwicklungszeit & Lernzeit,
bei langer öffentlicher Diskussion.
-------------------------
F'up de.soc.misc gesetzt, weil
Das GG und Entmündigungen des Bürgers
fundamentale gesellschaftliche Faktoren sind.
Kopiert nach de.org.politik.misc, weil
die entsprechenden Gaunereien
von den Parteien begangen werden.
-------------------------
S. auch Beiträge: *
* Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert:
nicht vertrauenswuerdig, chaotisierend, desastroes.
* Zivilisiertheit:
Sprache (Sachlichkeit,..), Ziele, 'Werte', Grundgesetz, Justiz,..
* Zivilisierte Ideale: oberste rationale Ziele + zivilisierte Methoden.
(Was: Die Gewerkschaft schuetzt die Gewerkschaft,..)
* Gesellschaftliche Zivilisiertheit kommt von Buerger-Zivilisiertheit.
(Was: Gewerkschaft dezivilisiert.)
* Direkte Demokratie ist ein Grundrecht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde.)
* Mehr direkte Demokratie fuer Grundlegendes!
(Was: Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert: ...)
* Demokratie:
Schweizer behalten sich zusaetzliche Selbstentscheide vor. (Essenz+)
* Die EU hat uns nichts Positives gebracht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde. (Was: Exodus))
* Giscard: Tuerken sind keine Europaeer.
Ihr Beitritt waere das Ende der EU. (Essenz+)
* 'Intellektuelles'/ geschwaetziges, Weltheim-romantisches Europa.
(Essenz+)
* 'Intellektueller' Schwachsinn: Deutschland war.
(kommentierter WiWo-Aufsatz)
* 25 'Buergerkonvente' fuer ein anderes Deutschland. (Essenz+)
* Deutschland -> Macherland!
.. statt Sozis, 'Intellektuelle', Mohammedaner,..! (Essenz+)
* Direkte Demokratie & freies Internet!
(Was: [Fitug] Ein Angriff ...[aufs Internet];
[ODEM] ...[Internet-Zensur])
Gruß, Hermann
--
Macherland: mehr Informations-, Kommunikations-, Macher- -Kultur: mehr
Verantwortlichkeit/ Erwachsenheit, weniger Zentralismus & Kindlichkeit.
Den Kindern verantwortlich für Deutschland (& Globus) ist nicht die
Filz-Kaste, sondern wir Erwachsene: als Kommunizierer, Macher, Wähler.
--------------------- ---------------------
-------------------------------------------------------------------------------
EU-GG: Was wir nicht legitimiert haben, ist nicht legitim. (Essenz+)
Z.T. aus dem SPIEGEL 39.
(S. unten: 'Hans-Jürgen Papier')
S. unten:
'F'up de.soc.misc gesetzt, weil';
'S. auch Beiträge'
-------------------------
Kurz:
Das neue EU-GG ist nicht legitim:
Es wird nicht dem Bürger zur Genehmigung vorgelegt.
.. wird nicht zur Genehmigung vorgelegt, u.a. weil
diese selbstherrlichen, illoyalen Burschen Angst haben davor,
das (kriminell entmündigte) Volk könnte sich
bei dieser Gelegenheit rächen für frühere Entmündigungen (s. unten).
(Dies ist ein weiterer Fall in ihrem langen Sünden-Register,
das sie mit jedem neuen Fall umso sicherer einholen wird.)
Wichtiges ist in unserer sog. 'Demokratie'
'kein Wahlkampf-Thema!'.
--------------
Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.
Unser heutiges GG beraubt uns
dieses unveräußerlichen Rechts.
--------------
Frühere Entmündigungen: *
* Unser GG wurde nicht von uns legitimiert.
.. obwohl das GG solche Legitimation vorschreibt.
* die EU;
* der Euro;
(Er wurde bis jetzt in _keinem_ der Euroländer legitimiert.)
* die EU-Grundrechte-Charta;
(.. eine zivilisatorische Peinlichkeit)
* Schengen; nationale Personen-Grenze;
* Zuwanderung;
* Ost-Erweiterung;
entsprechende Zusagen an die Türkei;
* (entmündigende) Verpflichtung des Parlaments,
EU-Gesetzen zuzustimmen;
* (entmündigender, Verfassungs-widriger) Fraktions-Zwang;
(Karlsruhe weigert sich, Klagen dagegen zu bearbeiten.
Die Richter in Karlsruhe werden von den Parteien bestellt.)
* Jüngste Entwündigung durch unserer Beauftragten (Abgeordneten)
bzgl. mehr direkter Demokratie.
(Rund 80% der Bürger wollen mehr direkte Demokratie!)
--------------
Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien
für unser neues GG in spe!
------------------------- -------------------------
Hans-Jürgen Papier,
Präsident des Bundesverfassungsgerichts (Interview):
(Essenz in meinen Worten)
Erklärung der Kennzeichnungen der Zeilen-Autoren:
>... solche Zeilen sind inhaltlich vom SPIEGEL ...
(... solche Zeilen sind von mir (Hermann Niederreiter) ...
HN)
Essenz:
Der Verfassungsvertrag bedarf der Zustimmung der Gesetzgebungsorgane.
Zu sagen (wie Schröder), er sei nur noch abzunicken,
tangiert die demokratisch-parlamentarischen Grundfesten.
Der Entwurf müßte eigentlich
von den Mitgliedsstaaten und vor allem
von deren Parlamenten
sorgfältig diskutiert werden.
>Die knapp 500 Artikel beanspruchen
>Verbindlichkeit für 500 Millionen Bürger.
>Fischer verlangt eine Ratifizierung ohne größere Debatte.
(Das kann sich in Deutschland
ein Minister des Parlaments erlauben zu fordern !
HN)
>Wohl kaum ein Parlamentarier wird den Mut haben,
>Verbesserungs-Vorschläge zu machen.
Der Entwurf ist erarbeitet worden im Auftrag der Regierungskonferenz.
Es ist klar, daß das nicht anders gehen konnte.
(.. eine frivole/ leichtfertige Logik.
Auch bei anderer Gelegenheit 'argumentiert' Karlsruhe
rethorisch nach dem Schema: 'Wie sonst sollte es gehen?!'
In Klartext:
'Weil uns im Moment nichts besseres einfällt, ist es gut.'
Zum Thema: *
* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
* Wenn es schon eine monopolistische Kommission sein muß,
dann können nur wir Bürger die Kommission legitimieren.
.. allenfalls eine beauftragte Kommission, die
diese Kommission legitimiert.
So aber ist das von vornherein Selbstbedienung der Macht.
.. Selbstbedienung der von uns
nur sehr, sehr indirekt und für andere Aufgaben
beauftragten Macht.
Das GG ist dafür zu wichtig.
.. zu wichtig auch, um es einer
monopolistischen Kommission zu überlassen.
Zu wichtig auch, um
die Absegnung den Machthabern zu überlassen.
(.. deren Beaufsichtigung das GG ja sichern soll.)
Ein neues GG erfodert: *
* freien Wettbewerb der Entwürfe;
* eine sehr lange Zeit der öffentlichen Diskussion
& der Verbesserung der (konkurrierenden) Entwürfe;
(Das ist zugleich eine notwendige Zeit, in der
der (genehmigende) Bürger diesbzgl. lernt.)
* persönliche/ direkte Genehmigung durch uns Bürger.
HN)
>Wäre ein Volksentscheid eine Alternative?
Die jetzigen Spielregeln bieten eine hinreichende
demokratische Legitimation.
(Nein: *
* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
* Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.
* Daß uns unser heutiges GG
dieses unveräußerlichen Rechts beraubt,
ist schlicht unzivilisiert, eine Peinlichkeit.
.. ein desaströser Skandal.
HN)
Bei einem Volksentscheid
würden die Bürger vielleicht falsch abstimmen.
(.. ein frivoles, anmaßendes 'Argument'!
So 'argumentiert' der Präsident des Bundesverfassungsgerichts!)
HN)
>Würde sich das Volk wehren gegen ein von oben verordnetes GG?
Es könnten sich Ressentiments
gegen frühere Vorkommnisse richten (Euro,..).
(Es ist wie mit Lügen, die weitere Lügen erfordern.
Es ist eine Gaunerei.
Es ist eine Sackgasse.
Das ist eine Chance (neben anderen),
dem entmündigenden, Weltheim-romantischen, undemokratischen Spuk
ein Ende zu bereiten.
HN)
>Da läuft doch etwas schief, wenn sich
>die Regierung nicht traut die Bürger zu fragen.
Mich beunruhigt, daß
die Diskussion (nicht nur in Deutschland)
an der Öffentlichkeit vorbei geht.
.. selbst am Parlament vorbei.
.. selbst an Karlsruhe vorbei.
(.. auch bzgl. Grundsatzfragen)
Das hat zu einer gewissen Ablehnung geführt.
(Schon die EU-Grundrechte-Charta
wurde quasi heimlich gestrickt & beschlossen.
Kaum ein Bürger kennt sie, hatte Gelegenheit sie zu lesen.
Sie ist soziell, nicht freiheitlich/ zivilisiert.
Sie sieht wichtige zivilisatorische Grundrechte nicht vor,
wie: *
* Grundrecht auf Beaufsichtigung der Macht.
* Verbot von staatlicher Volkserzieherei.
* Grundrecht auf Staats-Minimierung.
* Grundrecht auf Separation.
* ...
Hundt: ein Versorgungs-Katalog.
HN)
Das neue GG sieht (theoretisch) vor, daß
Brüssel nur macht, was die Einzelstaaten
nicht alleine mindestrens genauso gut machen können.
Ob das funktioniert muß sich erst noch zeigen.
Es könnte zu einem Wettlauf bei der Produktion von Gesetzen kommen:
Beide Seiten wollen der jeweils anderen zuvorkommen.
Am Ende ist jeder Lebensbereich bis ins letzte geregelt.
Es ist offen, ob Brüssel Kompetenzen einfach an sich ziehen kann.
Luxemburg sieht das anders als Karlsruhe.
>Luxemburg entscheidet letztlich, welche Gesetze
>wir Brüssel überlassen müssen.
>Dürfen wir so viel Souveränität abgeben?
Nein, nicht nach der Rechtsprechung von Karlsruhe.
Auch das EU-GG würde nichts daran ändern.
(Auch die Änderung des EU-GGs
ist nicht der EU möglich, sondern
bleibt Sache der Teil-Staaten.)
>Unser Verlust an staatlicher Selbständigkeit ist trotdem erheblich.
Es gibt keine Klageart, die vergleichbar wäre mit
unserer Verfassungsbeschwerde.
Ich halte es für denkbar, die Sicherung der Grundrechte
den nationalen Gerichten anzuvertrauen.
.. mit Vorlagepflichten, um
die Letztverantwortlichkeit von Luxemburg zu sichern.
Es ist zu befürchten, daß die Praxis von
25 verschiedenen Strafrechtsordnungen
allzu unterschiedlich sein dürfte.
------------------------- Ende Essenz -------------------------
Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien
für unser neues GG in spe: *
* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.
* Auch ein GG braucht ein Maßstäbe-Gesetz,
braucht Prinzipien, an denen sich
die einzelnen Artikel messen lassen müssen.
* Das neue GG darf nicht von einer
monopolistischen Kommission erstellt werden.
.. sondern in freiem Wettbewerb,
mit langer Entwicklungszeit & Lernzeit,
bei langer öffentlicher Diskussion.
-------------------------
F'up de.soc.misc gesetzt, weil
Das GG und Entmündigungen des Bürgers
fundamentale gesellschaftliche Faktoren sind.
Kopiert nach de.org.politik.misc, weil
die entsprechenden Gaunereien
von den Parteien begangen werden.
-------------------------
S. auch Beiträge: *
* Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert:
nicht vertrauenswuerdig, chaotisierend, desastroes.
* Zivilisiertheit:
Sprache (Sachlichkeit,..), Ziele, 'Werte', Grundgesetz, Justiz,..
* Zivilisierte Ideale: oberste rationale Ziele + zivilisierte Methoden.
(Was: Die Gewerkschaft schuetzt die Gewerkschaft,..)
* Gesellschaftliche Zivilisiertheit kommt von Buerger-Zivilisiertheit.
(Was: Gewerkschaft dezivilisiert.)
* Direkte Demokratie ist ein Grundrecht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde.)
* Mehr direkte Demokratie fuer Grundlegendes!
(Was: Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert: ...)
* Demokratie:
Schweizer behalten sich zusaetzliche Selbstentscheide vor. (Essenz+)
* Die EU hat uns nichts Positives gebracht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde. (Was: Exodus))
* Giscard: Tuerken sind keine Europaeer.
Ihr Beitritt waere das Ende der EU. (Essenz+)
* 'Intellektuelles'/ geschwaetziges, Weltheim-romantisches Europa.
(Essenz+)
* 'Intellektueller' Schwachsinn: Deutschland war.
(kommentierter WiWo-Aufsatz)
* 25 'Buergerkonvente' fuer ein anderes Deutschland. (Essenz+)
* Deutschland -> Macherland!
.. statt Sozis, 'Intellektuelle', Mohammedaner,..! (Essenz+)
* Direkte Demokratie & freies Internet!
(Was: [Fitug] Ein Angriff ...[aufs Internet];
[ODEM] ...[Internet-Zensur])
Gruß, Hermann
--
Macherland: mehr Informations-, Kommunikations-, Macher- -Kultur: mehr
Verantwortlichkeit/ Erwachsenheit, weniger Zentralismus & Kindlichkeit.
Den Kindern verantwortlich für Deutschland (& Globus) ist nicht die
Filz-Kaste, sondern wir Erwachsene: als Kommunizierer, Macher, Wähler.
--------------------- ---------------------
-------------------------------------------------------------------------------
Re: Windkraftanlagen welchers \\
Am 20.09.03 schrieb Christoph Müller:
> Werner Scheinast schrieb:
>
> > Wen interessieren die Freßfeinde denn? Nahrungskonkurrenten sind viel
> > wichtiger.
>
> Du darfst davon ausgehen, dass solchermaßen genveränderten Organismen
> entsprechende Ressourcennutzung eingebaut wird.
Gerade das ist ja nicht der Fall, sonst würden sie keinen H2 herstellen.
> Du meinst, es wäre wirklich uninteressant, wie lange die Art lebt? Mit
> jedem Tag wird sie Wasser UNWIDERBRINGLICH von der Erde verschwinden
> lassen. Da gibt es nichts mehr rückgängig zu machen.
Wenn es nicht zuviel ist, spielt es keine Rolle.
> > > Oder vergleichbar mit diversen Kampfritualen, die auch nur Energie
> > > ablassen, wie ein Loch im Tank.
> >
> > Kein Kampfritual in der Natur dient dazu, nur Energie abzulassen.
>
> Sondern?
Paarung, Reviere, Ressourcen ... das weißt Du doch selber!
> > Der typische
> > Lebensraum einer Schnecke stellt viel Material (Nahrung) mit eher wenig
> > Energiegehalt (Blätter etc.) zur Verfügung.
>
> Dann braucht man die Wasserstofforganismen doch nur in Konkurrenz zu
> Schnecken zu setzen.
Ja, Schnecken dürften zur Menge der Nahrungskonkurrenten dazuzählen, aber
nur am Rande.
> Bis auf den Menschen dominiert kein Lebewesen die Erde. Hängt aber auch
> nur von der Betrachtungsweise ab. Die eigentlichen Regenten der Erde
> sind energiefressende FLIEGENDE Lebenwesen. Nämlich die Insekten.
Durch das Fliegen haben sie ihre Möglichkeiten zur Nahrungssuche
(Energiegewinnung) stark vergrößert.
> > > > Wenn, dann solltest Du z. B. Bakterien
> > > > mit Säugetieren vergleichen. Ja, Bakterien nutzen die Energie i. a.
> > > > effizienter.
> > >
> > > Nach deiner bisherigen Theorie, wie ich sie verstanden habe, dürfte es
> > > dann überhaupt keine höheren Lebewesen geben.
> >
> > Das hast Du völlig falsch verstanden.
>
> Dann kläre mich bitte darüber auf, WAS ich falsch verstanden habe.
Du unterstellst mir die Behauptung, Energieeffizienz sei das
alleinseligmachende Kriterium. Das habe ich nie behauptet, es stimmt auch
nicht.
> Diese hohe Effizienz scheint für dich aber das wichtigste
> Überlebensprinzip zu sein. Ich bezweifle das sehr stark. Sie ist nur
> eines von vielen.
Das alleinseligmachende Kriterium ist die Fortpflanzung. Sie impliziert
hohe Effizienz bei Nahrungs- und Energieverwertung. Aber ebenso wie ein
Unternehmen für die Entwicklung eines neuen Produktes Geld investiert, das
man doch eigentlich lieber sparen will, lohnt es sich in der Biologie, in
Fähigkeiten wie Fliegen Energie zu investieren, um anderweitig Gewinne zu
machen. Beachte aber mal den Unterschied zwischen "investieren" und
"wegwerfen"!
> > > > Aber dort kommen doch ganz andere Effekte ins Spiel wie
> > > > Spezialisierung und Arbeitsteilung unter den Körperzellen, gegenseitige
> > > > Abstimmung und Zusammenarbeit etc.
> > >
> > > Und was bringt's?
> >
> > Daß wir existieren.
>
> Aber es bringt auch eine geringere Energieeffizienz. Folglich dürften
> wir entsprechend deiner Überlebungen gar nicht existieren, weil wir zu
> ineffizient sind.
Energie ist nicht das einzige, was zählt. Was sollen immer diese
Unterstellungen?
> > Erklär mir mal, warum anaerobe Organismen auf Nischen angewiesen sind.
> > Reiner Zufall, daß sie die Welt nicht dominieren?
>
> Die Rede ist hier nicht Anaerobiern,
Du weichst aus.
> sondern von menschengemachten
> wasserstoffproduzierenden Organismen, die mit Sicherheit auf BILLIGE
> Produktionsweise hingetrimmt werden. Man wird sie also auf "Nischen"
> hintrimmen, die möglichst einfach herzustellen sind. Oder noch besser,
> die schon so vorgefunden werden. Z.B. in den Ozeanen.
Die Natur hat alle Organismen seit vier Milliarden Jahren auf billige
(Re-)Produktion hingetrimmt.
> > > Du gingst doch bislang davon aus, dass die Energieverschwendung ein
> > > massives Lebenshemmnis ist, was ich bezweifle. Pflanzen verschwenden
> > > sehr viel der angebotenen Energie und leben trotzdem.
> >
> > Nochmal: Wer sollte sie ausgerottet haben?
>
> Langsam habe ich das Gefühl, dass wir aneinander vorbei diskutieren.
Das Gefühl habe ich schon lange. Dein Einwand hier ist und bleibt mir
unverständlich.
> > > Wäre die Energieeffizienz so wichtig, wie du behauptest, dann hätte die
> > > Evolution bisher alles daran gesetzt, um die Effizienz auf Extremwerte
> > > zu steigern. 20% wären damit also zu erwarten.
> >
> > 20 %? Woher weißt Du das?
>
> Solarzellen schaffen das (z.T. sogar noch mehr).
Nein. Es gibt keine Solarzelle, die mit 20 % Effizienz aus Sonnenlicht
Proteine und Kohlehydrate synthetisiert und sich selbst vermehrt.
> Außerdem wird - zumindest großen Pflanzen - noch
> viel Windenergie angeboten, (...) [Wasserkraft]
Die Nutzung mechanischer Energie für chemische Zwecke ist leider mit der
Schritt-für-Schritt-Taktik der Evolution kaum zu erreichen. Auch in
Milliarden Jahren nicht. Windenergie wird aber von Vögeln zur Fortbewegung
genutzt.
> > Selbst wenn das stimmen würde, dann wäre es in dem Augenblick irrelevant
> > geworden, wo eines dieser Wasserstoffbakterien zum konventionellen
> > Stoffwechsel zurück mutiert.
>
> Wieso denn ZURÜCKmutieren? Genveränderte Lebewesen werden NEUE Lebewesen
> sein. Da wird die Erbinformation ganz gezielt ausgetauscht. Was
> herausgeschnitten wurde, ist dann nicht mal mehr latent vorhanden.
Du mußt vor allem einfügen, nicht ausschneiden. Aber davon abgesehen: Es
findet zwischen Bakterien in der Natur andauernd massiver Austausch von
Erbsubstanz statt.
> > In dem Augenblick wäre die Energieeffizienz
> > nämlich das alleinseligmachende Kriterium, da es keine anderen
> > Unterschiede gäbe.
>
> Mir scheint, du überschätzt die Wichtigkeit Energieeffizienz für
> Lebewesen ganz gewaltig.
Ob ich sie hoch oder niedrig einschätze, ist für dieses Argument
irrelevant. Wenn alle anderen Kriterien entfallen, bleibt nur sie übrig.
> Beobachte ich die Natur, stelle ich höchst selten fest, dass sie
> wahnsinnig viel in Energieeffizienz einsetzt. Viel wichtiger sind
> Strategien, WO man nicht gefressen wird und WO man was zu Fressen
> findet. Aber die EnergieEFFIZIENZ spielt fast immer nur eine
> untergeordnete Rolle.
Vielleicht verstehe ich jetzt unser Kommunikationsproblem: Effizienz meine
ich im Hinblick auf die Gesamtsumme, nicht auf Einzelprozesse.
Man investiert Energie z. B. in den Bau eines Kraftwerks, um damit Energie
zu ernten. Deine Einwände besagen, daß Energie nicht wichtig ist, weil man
sonst keine Kraftwerke bauen würde, was ja Energie kostet. Kraftwerksbau
verbraucht Energie, die ist erst mal futsch, aber damit definiere ich
nicht "Effizienz".
> > Nun mal langsam! Wasserstoff steigt nicht nach oben, er vermischt sich
> > gleichmäßig mit der Luft.
>
> Mehr oder weniger. Wenn wir für die ganze Atmosphäre IDEALE Gase
> annehmen könnten. Können wir aber nicht. Wir haben REALE Gase. Und diese
> verhalten sich leider nicht immer so lehrbuchmäßig, wie du zu glauben
> scheinst. Wie erklärst du dir mit deiner Theorie der idealen Gase, dass
> die Zusammensetzung der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen ebenfalls
> unterschiedlich ist?
Bis in 100 km Höhe ist sie, wie ich mal gelesen habe, ziemlich konstant.
Dann wird wohl die mittlere freie Weglänge bedeutsam und die von Dir
beschriebenen Wasserstoffverluste möglich.
> > Wenn also heute die Pflanzenwelt den CO2-Gehalt auf 0,3 % gedrückt hält,
> > muß selbst bei wesentlich schlechterer Ausnutzung ein H2-Fresser den
> > H2-Gehalt viel weiter drücken.
>
> Wird nicht gelingen, weil das Gas sich nicht nur vermischt, sondern auch
> aufsteigt
Wenn unten fast nichts da ist, weil es weggefressen wird, kann auch nur
wenig aufsteigen.
Hast Du Daten über die höhenabhängige Atmosphärenzusammensetzung? Mit
Google finde ich nichts, und berechnen läßt sich das kaum.
Ich habe in der Tat auch Angst davor, daß vom Menschen geschaffene
Mikroorganismen Katastrophen auslösen könnten. Aber gerade dieses
Wasserstoffszenario fällt nicht darunter. Vielmehr fürchte ich mich
vor den hocheffizienten Kreationen.
Gruß
Werner
-------------------------------------------------------------------------------
Re: Windkraftanlagen welchers \\
Am 20.09.03 schrieb Christoph Müller:
> Werner Scheinast schrieb:
>
> > Wen interessieren die Freßfeinde denn? Nahrungskonkurrenten sind viel
> > wichtiger.
>
> Du darfst davon ausgehen, dass solchermaßen genveränderten Organismen
> entsprechende Ressourcennutzung eingebaut wird.
Gerade das ist ja nicht der Fall, sonst würden sie keinen H2 herstellen.
> Du meinst, es wäre wirklich uninteressant, wie lange die Art lebt? Mit
> jedem Tag wird sie Wasser UNWIDERBRINGLICH von der Erde verschwinden
> lassen. Da gibt es nichts mehr rückgängig zu machen.
Wenn es nicht zuviel ist, spielt es keine Rolle.
> > > Oder vergleichbar mit diversen Kampfritualen, die auch nur Energie
> > > ablassen, wie ein Loch im Tank.
> >
> > Kein Kampfritual in der Natur dient dazu, nur Energie abzulassen.
>
> Sondern?
Paarung, Reviere, Ressourcen ... das weißt Du doch selber!
> > Der typische
> > Lebensraum einer Schnecke stellt viel Material (Nahrung) mit eher wenig
> > Energiegehalt (Blätter etc.) zur Verfügung.
>
> Dann braucht man die Wasserstofforganismen doch nur in Konkurrenz zu
> Schnecken zu setzen.
Ja, Schnecken dürften zur Menge der Nahrungskonkurrenten dazuzählen, aber
nur am Rande.
> Bis auf den Menschen dominiert kein Lebewesen die Erde. Hängt aber auch
> nur von der Betrachtungsweise ab. Die eigentlichen Regenten der Erde
> sind energiefressende FLIEGENDE Lebenwesen. Nämlich die Insekten.
Durch das Fliegen haben sie ihre Möglichkeiten zur Nahrungssuche
(Energiegewinnung) stark vergrößert.
> > > > Wenn, dann solltest Du z. B. Bakterien
> > > > mit Säugetieren vergleichen. Ja, Bakterien nutzen die Energie i. a.
> > > > effizienter.
> > >
> > > Nach deiner bisherigen Theorie, wie ich sie verstanden habe, dürfte es
> > > dann überhaupt keine höheren Lebewesen geben.
> >
> > Das hast Du völlig falsch verstanden.
>
> Dann kläre mich bitte darüber auf, WAS ich falsch verstanden habe.
Du unterstellst mir die Behauptung, Energieeffizienz sei das
alleinseligmachende Kriterium. Das habe ich nie behauptet, es stimmt auch
nicht.
> Diese hohe Effizienz scheint für dich aber das wichtigste
> Überlebensprinzip zu sein. Ich bezweifle das sehr stark. Sie ist nur
> eines von vielen.
Das alleinseligmachende Kriterium ist die Fortpflanzung. Sie impliziert
hohe Effizienz bei Nahrungs- und Energieverwertung. Aber ebenso wie ein
Unternehmen für die Entwicklung eines neuen Produktes Geld investiert, das
man doch eigentlich lieber sparen will, lohnt es sich in der Biologie, in
Fähigkeiten wie Fliegen Energie zu investieren, um anderweitig Gewinne zu
machen. Beachte aber mal den Unterschied zwischen "investieren" und
"wegwerfen"!
> > > > Aber dort kommen doch ganz andere Effekte ins Spiel wie
> > > > Spezialisierung und Arbeitsteilung unter den Körperzellen, gegenseitige
> > > > Abstimmung und Zusammenarbeit etc.
> > >
> > > Und was bringt's?
> >
> > Daß wir existieren.
>
> Aber es bringt auch eine geringere Energieeffizienz. Folglich dürften
> wir entsprechend deiner Überlebungen gar nicht existieren, weil wir zu
> ineffizient sind.
Energie ist nicht das einzige, was zählt. Was sollen immer diese
Unterstellungen?
> > Erklär mir mal, warum anaerobe Organismen auf Nischen angewiesen sind.
> > Reiner Zufall, daß sie die Welt nicht dominieren?
>
> Die Rede ist hier nicht Anaerobiern,
Du weichst aus.
> sondern von menschengemachten
> wasserstoffproduzierenden Organismen, die mit Sicherheit auf BILLIGE
> Produktionsweise hingetrimmt werden. Man wird sie also auf "Nischen"
> hintrimmen, die möglichst einfach herzustellen sind. Oder noch besser,
> die schon so vorgefunden werden. Z.B. in den Ozeanen.
Die Natur hat alle Organismen seit vier Milliarden Jahren auf billige
(Re-)Produktion hingetrimmt.
> > > Du gingst doch bislang davon aus, dass die Energieverschwendung ein
> > > massives Lebenshemmnis ist, was ich bezweifle. Pflanzen verschwenden
> > > sehr viel der angebotenen Energie und leben trotzdem.
> >
> > Nochmal: Wer sollte sie ausgerottet haben?
>
> Langsam habe ich das Gefühl, dass wir aneinander vorbei diskutieren.
Das Gefühl habe ich schon lange. Dein Einwand hier ist und bleibt mir
unverständlich.
> > > Wäre die Energieeffizienz so wichtig, wie du behauptest, dann hätte die
> > > Evolution bisher alles daran gesetzt, um die Effizienz auf Extremwerte
> > > zu steigern. 20% wären damit also zu erwarten.
> >
> > 20 %? Woher weißt Du das?
>
> Solarzellen schaffen das (z.T. sogar noch mehr).
Nein. Es gibt keine Solarzelle, die mit 20 % Effizienz aus Sonnenlicht
Proteine und Kohlehydrate synthetisiert und sich selbst vermehrt.
> Außerdem wird - zumindest großen Pflanzen - noch
> viel Windenergie angeboten, (...) [Wasserkraft]
Die Nutzung mechanischer Energie für chemische Zwecke ist leider mit der
Schritt-für-Schritt-Taktik der Evolution kaum zu erreichen. Auch in
Milliarden Jahren nicht. Windenergie wird aber von Vögeln zur Fortbewegung
genutzt.
> > Selbst wenn das stimmen würde, dann wäre es in dem Augenblick irrelevant
> > geworden, wo eines dieser Wasserstoffbakterien zum konventionellen
> > Stoffwechsel zurück mutiert.
>
> Wieso denn ZURÜCKmutieren? Genveränderte Lebewesen werden NEUE Lebewesen
> sein. Da wird die Erbinformation ganz gezielt ausgetauscht. Was
> herausgeschnitten wurde, ist dann nicht mal mehr latent vorhanden.
Du mußt vor allem einfügen, nicht ausschneiden. Aber davon abgesehen: Es
findet zwischen Bakterien in der Natur andauernd massiver Austausch von
Erbsubstanz statt.
> > In dem Augenblick wäre die Energieeffizienz
> > nämlich das alleinseligmachende Kriterium, da es keine anderen
> > Unterschiede gäbe.
>
> Mir scheint, du überschätzt die Wichtigkeit Energieeffizienz für
> Lebewesen ganz gewaltig.
Ob ich sie hoch oder niedrig einschätze, ist für dieses Argument
irrelevant. Wenn alle anderen Kriterien entfallen, bleibt nur sie übrig.
> Beobachte ich die Natur, stelle ich höchst selten fest, dass sie
> wahnsinnig viel in Energieeffizienz einsetzt. Viel wichtiger sind
> Strategien, WO man nicht gefressen wird und WO man was zu Fressen
> findet. Aber die EnergieEFFIZIENZ spielt fast immer nur eine
> untergeordnete Rolle.
Vielleicht verstehe ich jetzt unser Kommunikationsproblem: Effizienz meine
ich im Hinblick auf die Gesamtsumme, nicht auf Einzelprozesse.
Man investiert Energie z. B. in den Bau eines Kraftwerks, um damit Energie
zu ernten. Deine Einwände besagen, daß Energie nicht wichtig ist, weil man
sonst keine Kraftwerke bauen würde, was ja Energie kostet. Kraftwerksbau
verbraucht Energie, die ist erst mal futsch, aber damit definiere ich
nicht "Effizienz".
> > Nun mal langsam! Wasserstoff steigt nicht nach oben, er vermischt sich
> > gleichmäßig mit der Luft.
>
> Mehr oder weniger. Wenn wir für die ganze Atmosphäre IDEALE Gase
> annehmen könnten. Können wir aber nicht. Wir haben REALE Gase. Und diese
> verhalten sich leider nicht immer so lehrbuchmäßig, wie du zu glauben
> scheinst. Wie erklärst du dir mit deiner Theorie der idealen Gase, dass
> die Zusammensetzung der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen ebenfalls
> unterschiedlich ist?
Bis in 100 km Höhe ist sie, wie ich mal gelesen habe, ziemlich konstant.
Dann wird wohl die mittlere freie Weglänge bedeutsam und die von Dir
beschriebenen Wasserstoffverluste möglich.
> > Wenn also heute die Pflanzenwelt den CO2-Gehalt auf 0,3 % gedrückt hält,
> > muß selbst bei wesentlich schlechterer Ausnutzung ein H2-Fresser den
> > H2-Gehalt viel weiter drücken.
>
> Wird nicht gelingen, weil das Gas sich nicht nur vermischt, sondern auch
> aufsteigt
Wenn unten fast nichts da ist, weil es weggefressen wird, kann auch nur
wenig aufsteigen.
Hast Du Daten über die höhenabhängige Atmosphärenzusammensetzung? Mit
Google finde ich nichts, und berechnen läßt sich das kaum.
Ich habe in der Tat auch Angst davor, daß vom Menschen geschaffene
Mikroorganismen Katastrophen auslösen könnten. Aber gerade dieses
Wasserstoffszenario fällt nicht darunter. Vielmehr fürchte ich mich
vor den hocheffizienten Kreationen.
Gruß
Werner