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DVD
Die DVD ist ein digitales Speichermedium, das einer CD ähnelt, aber über eine deutlich höhere Speicherkapazität (z. B. ) verfügt. Sie zählt zu den optischen Datenspeichern. Das Backronym ?DVD? ging auf die Abkürzung von Digital Video Disc und später Digital Versatile Disc (engl. für digitale vielseitige Scheibe) zurück, ist seit 1999 aber nach Angaben des DVD-Forums ein eigenständiger Begriff ohne Langform. In der Alltagssprache wird der Ausdruck ?DVD? im Zusammenhang mit Filmen häufig im Sinne des logischen Formats DVD-Video verwendet.

Geschichte und Verbreitung

Mitte der 1990er Jahre konnte sich die Compact-Disc als Massenspeicher-Medium bei Computern durchsetzen. Dadurch wuchsen nicht nur die Anwendungsfelder, sondern auch die Bedürfnisse der Verbraucher und der Unterhaltungsindustrie. Gewünscht wurde ein Medium, mit dem Videos ähnlich komfortabel gehandhabt werden konnten wie Musik- und...
Die DVD ist ein digitales Speichermedium, das einer CD ähnelt, aber über eine deutlich höhere Speicherkapazität (z. B. ) verfügt. Sie zählt zu den optischen Datenspeichern. Das Backronym ?DVD? ging auf die Abkürzung von Digital Video Disc und später Digital Versatile Disc (engl. für digitale vielseitige Scheibe) zurück, ist seit 1999 aber nach Angaben des DVD-Forums ein eigenständiger Begriff ohne Langform. In der Alltagssprache wird der Ausdruck ?DVD? im Zusammenhang mit Filmen häufig im Sinne des logischen Formats DVD-Video verwendet.

Geschichte und Verbreitung

Mitte der 1990er Jahre konnte sich die Compact-Disc als Massenspeicher-Medium bei Computern durchsetzen. Dadurch wuchsen nicht nur die Anwendungsfelder, sondern auch die Bedürfnisse der Verbraucher und der Unterhaltungsindustrie. Gewünscht wurde ein Medium, mit dem Videos ähnlich komfortabel gehandhabt werden konnten wie Musik- und Sprachaufnahmen mit der CD. Zwar gab es dies bereits als Video-CD (VCD) und LaserDisc (LD), jedoch konnten auf der VCD maximal 74 Minuten und auf der LD maximal 128 Minuten Videomaterial in knapper VHS-Qualität untergebracht werden. Dies führte bei Spielfilmen dazu, dass die VCD/LD mitten im Film gewechselt/umgedreht werden musste, ähnlich wie früher bei der Musikkassette oder der Langspielplatte. Die Unterhaltungsindustrie arbeitete daran, die Speicherkapazität der CD weiter zu erhöhen. Hierbei gab es zwei unterschiedliche Konzepte: Sony und Philips betrieben die Entwicklung der Multimedia-CD (MMCD), Toshiba und Time Warner favorisierten die Super Density CD (SD). Auf Druck der Filmindustrie, die nicht mehr, wie bei der Markteinführung der Videorekorder, mehrere Standards unterstützen wollte, einigten sich die Konkurrenten Ende 1995 auf einen gemeinsamen Standard. Da die DVD zunächst als reines Speichermedium für Videodaten gedacht war, stand DVD anfangs für ?Digital Video Disc?. Dies wurde jedoch geändert, als andere Verwendungsmöglichkeiten abzusehen waren. Als Alternative wurde ?Digital Versatile Disc? (versatile =vielseitig) ins Spiel gebracht, konnte sich aber nicht durchsetzen. Der aktuelle offizielle Standpunkt des DVD-Forums ist, dass DVD einfach drei Buchstaben ohne exakt festgelegte Bedeutung sind. Ein Jahr später kamen die ersten Abspielgeräte und DVD-Medien in den Handel. Zuvor mussten Unstimmigkeiten bezüglich des Verschlüsselungs-Verfahrens (CSS) ausgeräumt werden. Zudem gelang es der Filmindustrie, mit einem Regionalcode Marktkontrolle zu gewinnen. Mit dem Code soll verhindert werden, dass zum Beispiel eine DVD aus den USA auf einem europäischen Gerät abspielbar ist. Die Filmindustrie fürchtete hier Umsatzeinbußen, da Filme in den USA oft schon auf dem Videomarkt erhältlich sind, während sie in Europa noch gar nicht im Kino gezeigt wurden. Als Vertriebstrategie der Anbieter ist auch bekannt, dass durch die regionale Beschränkung der Anwendbarkeit in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Preise (?Marktpreise?) erzielt werden können. Sowohl der verwendete Wiedergabeschutz Content Scrambling System als auch der Regionalcode sind mittlerweile leicht zu umgehen. Die Industrie reagierte darauf einerseits mit rechtlichen Maßnahmen und andererseits mit dem Druck auf die Hersteller von DVD-Laufwerken, die Abfrage des Regionalcodes gerätetechnisch zu implementieren. 1999 kamen die ersten DVD-Brenner in den Handel, die Preise lagen jedoch bei weit über 2.500 ?. Mittlerweile wird Blu-ray Disc als Nachfolger der DVD beworben. Dabei werden durch Abtastung der noch enger gesetzten Pits und Lands mit einem blau-violetten Laserstrahl noch höhere Datenmengen untergebracht. Sie sollen vor allem hochaufgelöste Videoinhalte speichern, die eine wesentliche höhere Speicherkapazität benötigen, als eine DVD bieten kann.

DVD-Formate

Die DVD gibt es in zahlreichen Varianten, welche als DVD-Formate bezeichnet werden:
  • Spezielle DVD-Formate, die für bestimmte Verwendungszwecke optimierte Datenstrukturen aufweisen (und ursprünglich nur Lesezugriff erlaubten): DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM und Hybrid-DVD
  • Für den Konsumenten beschreibbare DVD-Formate: DVD-RAM, DVD-R, DVD+R, DVD-RW, DVD+RW, DVD-R DL, DVD+R DL
Besonders die einmal beschreibbaren Formate und die DVD-RAM lassen sich mit dem bloßen Auge von den gepressten anhand ihrer Rückseite unterscheiden, da diese aufgrund ihrer Legierungen Farben wie etwa blau, violett oder braun aufweisen. Die DVD-RAM hat außerdem charakteristisch sichtbare Sektormarken.

DVD-Datenstrukturen

Die DVD wird für folgende drei Verwendungszwecke eingesetzt, für die jeweils eigene DVD-Formate für spezielle Datenstrukturen geschaffen wurden:
  • DVD-Video ermöglicht die Wiedergabe von Bewegtbildern und Ton mit DVD-Video-fähigen Abspielgeräten.
  • DVD-Audio ermöglicht die Wiedergabe von Standbildern und Ton in sehr hoher Qualität mit DVD-Audio-fähigen Abspielgeräten.
  • DVD-ROM ermöglicht das Lesen von allgemeinen Daten (Computerdaten).
Der AUDIO_TS-Ordner spielt bei Audio-DVDs eine zentrale Rolle. Bei der DVD-Video sind jedoch auch die Audiodaten im VIDEO_TS-Ordner zu finden, genauso wie die diversen Sprachversionen, Untertitel, Kapitelinformationen und Sonderfeatures (alle innerhalb so genannter ?VOB-Containerdateien?). Das bei DVDs üblicherweise eingesetzte Kompressionsformat ist MPEG-2, nach dem DVD-Standard ist jedoch auch noch das qualitativ weit unterlegene MPEG-1-Format vorgesehen, das ansonsten vor allem bei Video-CDs Anwendung findet. Der MPEG-2-Videostream (das Videobild) wird bei der Erstellung einer Video-DVD gemeinsam mit dem Audiostream und gegebenenfalls mit anderen Datenblöcken verwoben (?gemuxt?, s. Multiplexing) und in einer .VOB-Datei (?Video Object?) angelegt, die laut DVD-Standard nie größer als 1 Gigabyte sein darf. Wird diese Datenmenge überschritten, wird in den Programmen zur DVD-Erstellung (DVD Authoring Software) automatisch eine neue .VOB-Datei angelegt. Die .VOB-Datei dient also als ?Containerdatei? aller Programmströme. Beim Wechsel der Dateien ist der Übergang wegen des in den DVD-Playern integrierten Buffers nicht wahrnehmbar. Beim Abspielen werden abwechselnd Video-, Audio- und gegebenenfalls Steuerungsinformationen ausgelesen, zwischengespeichert und wiedergegeben. Der VIDEO_TS-Ordner enthält außerdem die .IFO-Datei mit der Menüführung und meist mehrere .BUP-Dateien, die jedoch nur als Backup der .IFO-Datei dienen. Als Tonspuren sind mehrere Formate zugelassen; neben dem datenintensiven ? weil unkomprimierten ? LPCM-Verfahren gibt es noch mehrere Komprimierungsverfahren: mp2 (meist 192?256 kbit/sec.) in beliebigen Bitraten, AC3-Komprimierung bei Dolby Surround/Mehrkanalton (meist 448 kbit/sec.) oder DTS bei 6.1 Surround Sound. Auch SDDS ist für die DVD spezifiziert, es gibt jedoch für den Heimbereich weder entsprechende Decoder noch DVDs mit SDDS-Tonspur. Insgesamt stehen für den gesamten Datenstrom 10,08 Mbit/sec. zur Verfügung, für den Audiostrom maximal 6144 kbit/sec. Die Bildqualität der Video-DVD hängt nicht so sehr von der Bandbreite des Video-Streams als vielmehr von der Effizienz der Komprimierung ab. Oft wird mittels MPEG-Encoder in mehreren Durchläufen kodiert, um ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen. Bei MPEG-2 können die Datenströme im VBR-Verfahren komprimiert werden, d. h., dass die Bandbreite an verschiedenen Stellen des Films stark abweichen kann (variable Bitrate). Die Bitrate hängt dabei von der gerade anfallenden Datenmenge ab, so dass zum Beispiel bei bewegungsarmen Szenen Bandbreite und damit Speicherplatz auf der DVD gespart werden kann. Bei MPEG-2 werden bei aufeinanderfolgenden Bildern in der Regel nur die Unterschiede zum vorausgehenden Bild gespeichert (P- oder B-Frames), um auf der Disc Platz zu sparen. Mehr Informationen dazu im Artikel DVD-Video. Daten-DVDs (DVD-ROM) sind anders als Video-DVDs keinen Restriktionen unterworfen und können beliebige Ordner und Dateien enthalten. Als Dateisysteme werden entweder die im Computerbereich vorherrschenden Formate ISO 9660 und ISO/Joliet oder UDF verwendet; beide Systeme können innerhalb des UDF Bridge-Formates (ISO 9660 Level 3 Layer) kombiniert werden. Ebenso wie CDs können auch DVDs in mehreren Sessionen (Sitzungen) beschrieben werden (Multiborder, analog zu Multisession bei CDs). Einige ältere Betriebssysteme oder DVD-Player können jedoch nur auf die erste Session zugreifen, weshalb es sich in diesem Fall empfiehlt, die DVD in einem Zug zu beschreiben. Zum Auslesen der restlichen Sessions dienen Zusatzprogramme wie IsoBuster, die auch unter älteren Betriebssystemen laufen.

Physische Hybrid-DVD

Daneben gibt es auch die Hybrid-DVD, die die Eigenschaften einer DVD-Video, DVD-Audio oder DVD-ROM in einer DVD kombiniert. Eine solche Hybrid-DVD enthält Videos, Musik und Computerdaten und präsentiert im DVD-Spieler, DVD-Rekorder oder DVD-Laufwerk des Computers die jeweils abspielbaren Inhalte. Technisch lässt sich eine Hybrid-DVD sehr einfach realisieren, weil die DVD-Video und DVD-Audio auf der DVD-ROM basieren. Die DVD-ROM speichert alle Inhalte als Dateien nach dem UDF-Dateisystem ab. Für die DVD-Video und DVD-Audio müssen nur zwei weitere Festlegungen vorgenommen werden: Die erlaubten Dateiformate und der Ablageort auf der DVD. Für die Hybrid-DVD ist besonders der Ablageort interessant. Wird eine DVD-Video oder Hybrid-DVD zum Beispiel in einen DVD-Rekorder eingelegt, so sucht dieser die Filmdateien im Unterverzeichnis VIDEO_TS. Nach dem gleichen Schema sucht ein DVD-Player die Audiodaten im Unterverzeichnis AUDIO_TS. Im DVD-Laufwerk eines Computers sind hingegen alle Dateien einer DVD ersichtlich, weil dieser jede DVD als eine DVD-ROM behandelt.

Beschreibbare DVD-Formate

Der Endbenutzer kann nicht nur käufliche DVDs abspielen (die im Presswerk hergestellt wurden), sondern er kann mit einem DVD-Brenner auch eigene DVD-Videos, DVD-Audio oder DVD-ROMs erstellen. DVD-Brenner sind beispielsweise in Computern und Hifi-DVD-Rekordern eingebaut und benötigen beschreibbare DVD-Formate. Historisch haben sich aus Kostengründen die fünf verschiedenen DVD-Formate DVD-R, DVD+R, DVD-RW, DVD+RW und DVD-RAM mit einfacher und doppelter Speicherkapazität (DL - Double Layer) entwickelt. Sie werden nach folgender Systematik bezeichnet: Die drei DVD-Formate, die vom DVD-Forum stammen, werden auch als Minus-Standard bezeichnet. Nur diese Formate dürfen auch das offizielle DVD-Logo tragen. Entsprechend werden die zwei DVD-Formate von der DVD+RW-Allianz mit einem ?+? auch als Plus-Standard bezeichnet. Die DVD-Formate nach dem Plus-Standard sind technisch einfacher aufgebaut, wodurch zum Beispiel die DVD+RW andere Schreibmethoden als die DVD-RW unterstützt. Auch sind die Lizenzgebühren für die Patentnutzung bedeutend niedriger. Diese anfänglichen Preisvorteile des Plus-Standards gibt es inzwischen durch den harten Wettbewerb mit dem Minus-Standard nicht mehr. Die Formatvielfalt führte anfangs zu einer Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten, da unklar war, welches beschreibbare DVD-Format die größere Investitionssicherheit aufweist. Die Industrie reagierte seit 2003 darauf mit (preisgünstigen) Multi-Brennern, die sowohl das Minus- als auch das Plus-Format unterstützten.

Formate mit zwei Datenschichten

Seit 2004 werden auf dem Massenmarkt auch beschreibbare DVDs mit zwei anstatt nur einer Datenschicht angeboten. Sie werden mit ?DL? bezeichnet, was im Minus-Format für ?Dual Layer? (DVD-R DL), im Plus-Format dagegen für ?Double Layer? (DVD+R DL) steht. Beiden Formaten gemein sind die zwei übereinandergeklebten Schichten auf derselben Seite der Platte, die gewisse Veränderungen im Aufbau der DVD notwendig machten. Nur so kann auch die zusätzliche Schicht beschrieben und gelesen werden. Die DVD±R DL bietet Fassungsvermögen pro Medium, also etwa das 1,8-fache einer Singlelayer-DVD. Ihre zusätzliche Kapazität reicht oftmals aus, um große Einzeldateien (etwa hochauflösende Videos) auf einen einzigen Datenträger zu brennen, anstatt sie auf zwei herkömmliche DVDs aufzuteilen und ohne die Daten dafür erneut komprimieren zu müssen. Für RW-Medien dagegen sind diese Änderungen hin zum DL-Datenträger derzeit (Stand April 2007) nicht möglich. Zu geringe Reflexionseigenschaften verhindern die zuverlässige Nutzung der zweiten Datenschicht. Daneben existieren auch noch doppelseitige Medien in den Formaten DVD-R, DVD+R und DVD-RAM. Diese fassen tatsächlich 2x , also pro Medium, da sie im Prinzip aus zwei einzelnen DVDs bestehen. Nachteilig wirkt sich dies besonders bei großen Dateien aus, da diese nicht wie bei ±DL-DVDs zusammenhängend gespeichert werden können. Jede Seite repräsentiert einen eigenständigen Datenträger, und um auf den jeweils anderen Datenbestand zugreifen zu können, muss die DVD entnommen und gewendet werden. Laufwerke, die beide Seiten gleichzeitig nutzen können (Schreib-/Lesezugriff), existieren nicht. Da die Doublelayer/Duallayer-DVDs trotz geringerer Gesamtkapazität diverse Vorteile bieten (höhere maximale Dateigröße, Platz für ausführliche Beschriftung etc.), waren doppelseitige DVD±R-Rohlinge nahezu völlig vom Markt verschwunden. In jüngerer Zeit (Stand Juli 2008) sind jedoch wieder doppelseitige Rohlinge erhältlich. Doppelseitige DVD-RAM sind ebenfalls erhältlich. Bei ihnen sind derzeit keine DL-Medien verfügbar.

Klassifikation von beschreibbaren DVDs

Die beschreibbaren DVD-Formate lassen sich nach ihrer Veränderbarkeit und Datensicherheit unterscheiden.
  1. Einerseits lassen sie sich nach ihrer Veränderbarkeit in zwei Gruppen unterteilen:
    • DVD-Rohlinge, die nur einmal beschreibbar sind: DVD-R und DVD+R. Bei diesen Medien wird die Information in einen Dye geschrieben. Dies ist ein organischer Farbstoff, meist violetter Farbe.
    • DVD-Medien, die nachträglich veränderbar sind: DVD-RW, DVD+RW, DVD-RAM. Die RW-Medien verwenden als funktionelle Schicht anstatt des bei den DVD-Rohlingen verwendeten Dyes eine metallische Schicht. Bei den DVD-Medien ist die DVD-RAM 100-mal öfter wiederbeschreibbar (circa 100.000-mal) als die DVD-RW bzw. DVD+RW, die etwa 500 bis 1.000 Schreibvorgänge überstehen.
  2. Weiterhin ist die Datensicherheit ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal der einzelnen beschreibbaren DVD-Formate:
    • Die DVD±R reagiert aufgrund ihrer organischen Farbstoffe viel empfindlicher auf Sonnenlicht und Hitze als die DVD±RW. Wird sie der unmittelbaren Sonneneinstrahlung oder starkem UV-Licht ausgesetzt, kann dies zu einem schnellen Verlust der Daten führen.
    • Die DVD±RW hingegen reagiert sensibler auf extreme Temperaturschwankungen; durch leichte Materialdeformationen können die Daten Schaden nehmen.
    • Die DVD-RAM weist von allen beschreibbaren DVD-Formaten die höchste Datensicherheit auf, weil sie zusätzlich folgende zwei Eigenschaften aufweist:
      1. Sektorierung: DVD-RAM-Medien besitzen eine eingeprägte Sektorierung, die sich visuell als ein Muster von kleinen verstreuten Rechtecken auf der Unterseite einer DVD-RAM zeigen (siehe Abbildung). Sie dienen einer höheren Lese- und Schreibgenauigkeit.
      2. Defektmanagement Die DVD-RAM besitzt dasselbe bewährte Defektmanagement wie Festplatten. Jede geschriebene Information wird von der Hardware kontrollweise gelesen (verifiziert) und ggf. verbessert. Es gibt daher keine versteckten Schreibfehler wie bei der DVD±R oder DVD±RW.

      Geschwindigkeit

      Die Standard-Datenrate 1x entspricht bei DVDs einer Geschwindigkeit von 1,35 MByte/s. bzw. 10,8 MBit/s. und damit in etwa einem CD-Laufwerk mit dem Geschwindigkeitsfaktor 9x. Aktuelle DVD-Laufwerke schaffen Brenngeschwindigkeiten bis zu 20x und Lesegeschwindigkeiten bis zu 18x.

      Technik der DVD

      DVDs benötigen zum Abspielen einen eigenen DVD-Spieler. Zur Unterscheidung zu normalen CD-ROM-Laufwerken ist dieser auf der Vorderseite mit dem DVD-Emblem gekennzeichnet. Im Vergleich zu den CDs wird bei DVDs mit Lasern kürzerer Wellenlänge gearbeitet, und wegen der gleichzeitig kürzeren Strahlengänge der Fokussierungsoptiken resultieren daraus kleinere Laserspots, mit denen in den Datenträgerschichten entsprechend kleinere Strukturen gelesen und geschrieben werden können.

      Lebensdauer

      Der Medienhersteller Imation gewährt auf CD-R, CD-RW, DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW, DVD-RAM derzeit eine Garantie von zehn Jahren[1]. Dies gilt allerdings nicht für die Daten, sondern beschränkt sich auf die haptischen Bauteile. Zur Langzeitarchivierung sind oben genannte DVD-Fomate bis auf eines nach einhelliger Expertenmeinung nicht geeignet. Verbatim bietet sogar eine lebenslange Garantie, die allerdings in Deutschland nicht gilt (aber sehr wohl in Österreich und der Schweiz). Diese gilt für alle von Verbatim hergestellten optischen Datenträger, deckt allerdings nur Herstellungsfehler ab, jedoch nicht normale Abnutzung und unsachgemäße Behandlung. Im ungünstigsten Fall können DVD±R und DVD±RW auch schon nach wenigen Monaten Datendefekte aufweisen. Lediglich die DVD-RAM muss ihrer Spezifikation zufolge eine Datensicherheit von 30 Jahren garantieren.

      Speicherkapazität und Zugriffstechnik


      Die Spezifikationen sehen die folgenden DVD-Typen in der Version 2 vor. Auf die Darstellung der seltenen Version 1 wird verzichtet.
      Angabe der Brutto-Speicherkapazität in GB statt in Byte. Die tatsächlich verwendbare Speicherkapazität hängt vom verwendeten Dateisystem der DVD ab.
      Zwei Gründe erklären die im Vergleich zur herkömmlichen CD erheblich größere Speicherkapazität der DVD:
      • Zum einen sind die Datenspuren mit ihren Vertiefungen (Pits and Lands) schmaler und enger nebeneinander gereiht als auf einer CD. Zudem sind die möglichen Vertiefungslängen kleiner. Das bedeutet vor allem, dass auf weniger Raum mehr Daten gespeichert werden können, erhöht aber zugleich die Anfälligkeit gegenüber Kratzern oder anderen Verunreinigungen der Oberfläche.
      • Zum anderen ist es möglich, auf einer (zweilagigen) DVD zwei Datenschichten übereinander zu lagern.

      Neue Technologien

      Zur Anwendung beider erweiterter Techniken braucht es höherfrequente (das heißt, die Farbe des Lasers ist in Richtung Blau verschoben) und genauere Laser als zum Auslesen einer CD. Um die zweite Datenschicht lesen zu können, muss der Laser dazu noch leicht anwinkelbar sein. Zusammen mit der veränderten Laserfokussierung ist es so möglich, die untere (?verdeckte?) Schicht lesen zu können.

      Datenkodierung

      Die Binärdaten auf einer DVD werden nach der ?Eight-to-Fourteen-Modulation-plus? (EFMplus) geschrieben. Diese stellt sicher, dass alle 2 bis 10 Takte sich die Polarität des ausgelesenen Signals ändert. Das geschieht, wenn der Laser in der Spur einen Übergang von einer Vertiefung (?pit?) zu einem Abschnitt ohne Vertiefung (?land?) passiert oder umgekehrt. Der Hintergrund ist hierbei folgender: Die Abschnitte mit Vertiefungen bzw. ohne Vertiefungen müssen lang genug sein, damit der Laser die Veränderung erkennen kann. Würde man ein Bitmuster direkt auf den Datenträger schreiben, würden bei einem alternierenden Signal (1010101010101010?) falsche Werte ausgelesen werden, da der Laser den Übergang von 1 nach 0 beziehungsweise von 0 nach 1 nicht verlässlich auslesen könnte. Die EFMplus-Modulation bläht das Signal von 8 Bit auf 16 Bit auf und wählt die Füllbits so, dass die oben erwähnte Forderung, dass alle 2 bis 10 Takte sich die Polarität ändert, also ein Übergang von 1 nach 0 oder umgekehrt geschieht, erfüllt wird. Die CD verwendet eine simplere 8-zu-14-Bit-Methode mit noch zusätzlichen Zwischenbits namens EFM, woraus der jetzt eigentlich falsche Name bei der DVD beibehalten wurde; korrekter wäre "Eight-to-Sixteen".

      Brenner

      Nachdem die ersten DVD-Brenner (DVD-Schreiber) nur eine Datenmenge von 3,4 GiB auf einen einmal beschreibbaren DVD-Rohling speichern konnten, wurde die Kapazität später auf die volle Größe einer DVD-5 (4,38 GiB) angehoben und zusätzlich wiederbeschreibbare Medien mit diesem Fassungsvermögen vorgestellt. Seit Mitte 2004 beherrschen DVD-Brenner auch die Doppelschicht-Technik (dual layer), welche die Speicherung von Daten auf einem zweischichtigen Rohling ermöglicht. Die zweite Datenschicht besitzt weiter gesetzte Pits und Lands, um ein Lesen durch die untere Schicht hindurch zu ermöglichen, und ist somit kleiner. So fasst ein solcher Rohling statt 8,76 GiB (die Kapazität zweier DVD-5) lediglich ca. 7,95 GiB.

      Duplikationsverfahren

      • DVD-Pressung: Die Herstellung einer DVD oder einer CD (ROM und Video) besteht aus vier Schritten nach Anlieferung der Master-DVD-R beziehungsweise eines Streamer-Tapes (?DLT?-Format) an das Presswerk.
      • Premastering: Zuerst wird geprüft, ob der Standard (das Book) erfüllt ist, das heißt, ob der Datenträger den Spezifikationen entspricht. Danach wird mit der Berechnung des EDC (Error Detection Code) und ECC (Error Correction Code) begonnen. Dies dauerte ursprünglich zwischen 5 und 16 Stunden. Anschließend werden Time-Code, Inhaltsinformation der Tracks und TOC (Table of contents) usw. generiert und ein Image der DVD/CD erstellt. Die Daten können nun dem Mastering zugeführt werden.
      • Mastering: Die aufbereiteten Daten aus dem Premastering werden auf einen Glasmaster (eine Glasscheibe) übertragen, indem ein modulierter Laserstrahl die darauf aufgetragene Substratschicht (ein Farbstoff) von innen nach außen belichtet. Im Entwicklungsbad werden dann die belichteten Stellen ausgewaschen, die Pits entstehen. Anschließend wird der Glasmaster mit einer 100 nm dicken Silberschicht bedampft. Im Anschluss daran folgt ein erstes Auslesen als Qualitätsprüfung. Die Kosten für die Glasmasterproduktion (zwischen 300 ? und etwa 3.000 ?) werden bei geringen Auflagen von den meisten Presswerken in Rechnung gestellt.
      • Galvanik: Es werden nun Negative des Glasmasters erstellt, die für die Pressung als Stempel verwendet werden können.

      Serienanfertigung

      Generell werden die Discs aller DVD-Formate aus zwei einzelnen aus Polycarbonat gespritzten Kunststoffscheiben von etwa 0,6 mm Dicke hergestellt. Dabei hat die untere ?Halbscheibe? (Layer 0) einen Stapelring als Abstandshalter. Die obere ?Halbscheibe? (Layer 1) trägt bei dem Format DVD-5 keine nutzbaren Informationen und wird daher als ?Dummy? bezeichnet. Die eigentliche DVD entsteht, wenn beide Hälften mit unter UV-Licht aushärtendem Lack verklebt werden (?bonden?; Schichtdicke etwa 50 µm). Um eine gleichbleibende Qualität der hergestellten Scheiben zu gewährleisten, sind in den Produktionsanlagen üblicherweise hochauflösende Kamerasysteme, so genannte Inline Scanner, integriert. Stichprobenartig kommen auch Offline-Messlaufwerke zum Einsatz, um die elektrischen Signale der DVD zu analysieren. Sollte sich beim Verkleben der zwei Layers Luft einschleichen (ein so genannter Bondingfehler), kann die DVD schnell Schaden nehmen. So kann beispielsweise beim Einlegen der DVD ein Teil eines Layers absplittern. Hierdurch kann eine Unwucht entstehen, die zu weiteren Schäden an der DVD oder sogar am Abspielgerät führen kann. Allerdings sind diese Fehler in der Regel nur ein optisches Problem und haben keinen Einfluss auf die Abspielbarkeit der DVD. Beim Herstellvorgang gibt es große Unterschiede zwischen prerecorded discs (?Kauf-Videos?) und recordable/rewritable discs (?Rohlinge?). Die Formate DVD-5, -9 und -10 können meist auf derselben Maschine hergestellt werden. Dabei werden die Informationen mit Matrizen (?Stamper?) in das heiße Polycarbonat gepresst (Spritzprägen). Um die Daten für die Laufwerke lesbar zu machen, werden die Halbscheiben mit Metall beschichtet (?sputtern?). Bei DVD-5, DVD-10 und dem Layer 1 bei DVD-9 wird Aluminium vollreflektierend gesputtert (etwa 50 nm). Da bei DVD-9 beide Informationsschichten von einer Seite gelesen werden, wird die untere (?Layer 0?) halb-transparent mit Gold, Silizium oder Silber-Legierungen beschichtet (etwa 10?15 nm). DVD-14 und DVD-18 erhält man, indem zwischen die Halbscheiben eine mit DVD-Strukturen versehene Folie eingebracht wird.

      DVD-Brennen

      Beim Brennen ist kein Glasmaster erforderlich, sondern nur ein Computer, ein DVD-Brenner und ein Brennprogramm. Für das Brennen benötigt man DVD-Rohlinge, die in unterschiedlichen Qualitäten als DVD-R, DVD+R, DVD-RW und DVD+RW erhältlich sind. Durch die verschiedenen DVD-Formate und die Tatsache, dass diese z.T. erst nach der Definition des ursprünglichen DVD-Regelwerks spezifiziert wurden und Varianten desselben sind, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die gebrannte DVD auf einigen DVD-Playern nicht abspielbar sein wird. Deswegen sollte man sich nach der Kompatibilität des Brenners und der gewünschten Abspielgeräte vor dem Kauf der Rohlinge genau erkundigen. Einige DVD-Brenner bieten die Möglichkeit, DVD+R- und DVD+RW-Rohlinge mit dem Book Type DVD-ROM zu kennzeichnen und dadurch deren Akzeptanz durch ältere DVD-Abspielgeräte deutlich zu erhöhen. Häufig müssen die DVDs nach dem Brennen finalisiert werden. Bei RWs soll dies nicht möglich sein

      Labelaufdruck / Beschriftung

      Für den Labelaufdruck bei der DVD stehen ebenso wie bei der CD verschiedene Drucktechniken zur Verfügung:
      • Siebdruck: Im Siebdruck sind bis zu 6 Labelfarben möglich, es können Schmuckfarben (HKS oder Pantone) gewählt werden. Siebdruck ist derzeit die gängigste Variante, um CDs oder DVDs zu bedrucken, wird aber zunehmend vom Offsetdruck verdrängt. Der Siebdruck ist geeignet für gepresste CDs und DVDs; auch die Rohlingsbedruckung im Siebdruck ist möglich. Im Siebdruck sind die Farben sehr brillant.
      • Trockenoffsetdruck: Im Trockenoffset sind 4 Labelfarben möglich (CMYK), kombiniert mit dem Siebdruck bis zu 6 Labelfarben (CMYK im Offset und zusätzlich weiß Vollfläche und eine Schmuckfarbe oder Glanzlack im Siebdruck). Auf Grund der höheren Auflösung als im Siebdruck ist der Offsetdruck ideal für fotorealistische Darstellungen. Seit Anfang 2004 ist der Offsetdruck nicht nur für gepresste CDs und DVDs, sondern auch für CD-Rohlinge und DVD-Rohlinge möglich.
      • Thermotransferdruck: Bei diesem Druckverfahren wird mit einem speziellen Drucker Farbe von einem Farbband durch Erhitzung des Druckkopfes auf die CD oder DVD übertragen. Technisch bedingt ist das Druckverfahren eher für Schriften und Logos geeignet. In der Praxis wird dieses Verfahren bei kleinen Auflagen (gebrannte CDs und DVDs) angewendet.
      • ThermoREtransferdruck: Der ThermoREtransferdruck ist die Weiterentwicklung des Thermotransferdrucks. Das Labelmotiv wird im Thermotransferdruckverfahren auf ein Übertragungsband gedruckt und davon dann eine Folie auf die CD oder DVD aufgebracht. Durch diese Technik ist eine bessere Auflösung möglich. So kann bereits bei Kleinauflagen ein fotorealistischer Druck erreicht werden.
      • Tintenstrahldruck: Es gibt spezielle DVD- bzw. CD-Rohlinge, welche gegenüber der Datenseite eine weiße Druckseite besitzen. Diese besteht aus einem speziellen, saugfähigen Material, welches ein Verlaufen der Tinte verhindern soll. Zum Bedrucken sind spezielle Drucker nötig, deren Technologie sich kaum von der unterscheidet, die zum Bedrucken von Papier genutzt wird. Entsprechend gibt es auch Drucker, die sowohl CDs, DVDs als auch Papier bedrucken können. Praktisch findet dieses Verfahren nur bei Heimanwendern und sehr kleinen Auflagen von gebrannten Medien eine Anwendung.
      • Aufklebe-Label: Diese Methode ist für den Heimanwender nicht zu empfehlen. Wie bei einem Bimetall wölbt sich die DVD bei Temperaturunterschieden, da sich der Aufkleber und die Polycarbonat-Scheibe unterschiedlich stark ausdehnen. Im Gegensatz zu normalen CDs reichen bei einer DVD schon geringe Verzerrungen aus, dass der Player die Daten nicht mehr lesen kann. Dieser Effekt wird durch die Wärme im Inneren des DVD-Players noch verstärkt, so dass beklebte DVDs häufig erst nach einer gewissen Spieldauer ausfallen. Um dies zu verhindern, sind spezielle DVD-Aufkleber aus Kunststofffolie erhältlich, die sich gleichmäßig mit der Scheibe ausdehnen sollen. Nachteilig ist zudem, dass in der Regel durch den Aufkleber eine Unwucht entsteht. In DVD-Laufwerken kann diese Unwucht bei hohen Drehzahlen zu einer Ablösung des Aufklebers oder sogar einem Zerreißen der DVD führen.
      • Manuelle Beschriftung: Mit Folienstiften, CD-Markern und anderen Schreibern für glatte Flächen können DVDs natürlich auch von Hand beschriftet und bemalt werden. Dies ist die günstigste und schnellste Methode. DVDs sind ? anders als CDs ? recht unempfindlich gegen Stifte, die die Oberfläche verkratzen oder chemisch angreifen, da ihre Datenschicht mittig liegt und somit von einer relativ dicken Kunststoffschicht geschützt ist.
      • Laser-Label: Beschriftung des Datenträgers durch den Laser direkt im Laufwerk. Dies setzt einen speziellen Brenner und geeignete Rohlinge voraus, die ein solches Verfahren beherrschen.
        • Lightscribe: Das erste Laser-Beschriftungssystem hat Hewlett Packard unter dem Namen Lightscribe entwickelt, bei dem eine komplette bronzefarbene Beschriftung je nach Qualitätsstufe zwischen 17 und 32 Minuten dauert.
        • Labelflash: An dieses Verfahren anknüpfend, hat Yamaha eine ähnliche Technologie namens Labelflash entwickelt. Auch mit ihr wird der Rohling im Brenner per Laser beschriftet, erzeugt jedoch einen blauen Aufdruck auf der Label-Seite. Die Beschriftungsdauer liegt bei 5 Minuten in der besten Qualität, welche 1000 dpi mit 256 Helligkeitsstufen bietet.
        • Vorteile: Bedrucken auch in mobilen Betrieb, keine zusätzliche Investition für Drucker notwendig, Drucken in mehreren Sessions möglich (Lightscribe)
        • Nachteile: technisch nur monochromer Druck möglich, geringe Qualität (Kontrast/Brillanz), langsamer Druck, teure Rohlinge

        DVD-Alternativen und Nachfolger

        • Die MiniDVD ist eine kleine Bauvariante der DVD
        • Enhanced Versatile Disc (EVD) ? aus China
        • Finalized Versatile Disc (FVD) ? aus Taiwan
        • Blu-ray Disc (Blu-ray, Nachfolger)
        • High Density Digital Versatile Disc (HD-DVD) ? von der HD-DVD Promotion Group
        • Professional Disc for Data (PDD) ? von Sony (Entwicklung eingestellt)
        • Professional Disc for Broadcast (PDB) ? von Sony
        • Ultra Density Optical (UDO) ? von Plasmon
        • Holographic Versatile Disc (HVD)
        • Protein-basierte DVD (Protein-coated Disc) ? Eine DVD, beschichtet mit dem veränderten Protein Bacteriorhodopsin, die bis zu 50 Terabyte Daten fassen soll (Serienproduktion NEC ab 2008).
        • Versatile Multilayer Disc (VMD) ? chin. Format ohne DRM (Digitale Rechteverwaltung)

        Einweg-DVD und DVD-D

        Seit Jahren hört man immer wieder in regelmäßigen Abständen von einer neuerfundenen Einweg-DVD, welche besonders den Spielfilmverleih von Videotheken revolutionieren soll. Dem Vorteil, dass man diese DVDs der Videothek nicht mehr zurückbringen muss und somit auch Verzugsgebühren kein Thema mehr sind, steht der Nachteil gegenüber, dass das Konzept nicht ökologisch, aber 100% recyclebar ist. Sobald die DVD aus der luftdichten Hülle entfernt wird und mit Sauerstoff in Berührung kommt, erfolgt eine chemische Reaktion, welche die DVD innerhalb von acht bis 48 Stunden unbrauchbar macht. Nach Ablauf dieser Zeit kann die DVD vom Kunden einfach weggeworfen werden, weswegen diese DVDs auch Wegwerf-DVDs genannt werden. Die Firma Flexplay hat eine solche Einweg-DVD unter dem Namen EZ-D herausgebracht. Diese wurde ab September 2003 von Buena Vista Home Entertainment am US-Markt getestet. Es erschienen Datenträger mit einem Film für etwa fünf bis sieben US-Dollar kurz vor der eigentlichen Premiere desselben. Das Produkt fand jedoch nicht genug Käufer, so dass dieses Anfang 2004 bereits wieder aus den Verkaufsregalen verschwand. Ein ähnliches Verfahren hatte auch schon die Firma SpectraDisc zuvor vorgestellt, nach deren Prinzip die Einweg-DVDs jedoch aufgrund von Lichtempfindlichkeit unbrauchbar wurden. Eine andere Variante vertreibt die Firma DVD-D Germany Ltd. Die Daten auf der DVD-D (D für Disposable) sind nach dem ersten Abspielen 48 Stunden lesbar, danach erscheint im Player "No disc". Die Datenzerstörung wird durch die Rotation im Abspielgerät gestartet, gelöscht wird dabei nach Angaben der Firma das Steuerungsmenü der DVD. Allerdings gibt es zur Ursache keine genaueren Angaben. Teilweise wird dies begründet mit Flüssigkeits-Tanks in der DVD, die durch die Rotation aufbrechen (Fliehkraft). Unter der Website ders Unternehmens http://www.einmal-dvd.com wurden bereits mehrere Kinofilme in diesem Format zum Preis von ca. 4 Euro angeboten. Die größte Verbreitung git es derzeit in Frankreich, Italien und in Skandinavien.

        DivX und DIVX

        Während heutzutage das DivX-Format als Videokompressionsalgorithmus bekannt ist, bezeichnet DIVX eine spezielle Pay-Per-View-Variante in den USA, die heute nicht mehr existiert. Im Jahr 1998 kam die Idee auf, zu den damals noch erheblich teureren DVDs eine Billigvariante anzubieten, die 48 Stunden lang abgespielt werden konnte, jede darüber hinausgehende Nutzung war kostenpflichtig. Zur Dekodierung und Abrechnung der Filme wurden spezielle, mit einem Modem ausgestattete Player benötigt, die sich regelmäßig mit einem speziellen Server verbanden, um Abrechnungsdaten zu übertragen. DIVX benutzte ein MPEG-4-Derivat, welches mit speziellen DIVX-Flags zur Identifizierung und Dekodierung des Films versehen war. Letzten Endes konnte sich das System der DVD gegenüber nicht durchsetzen und endete nach nur einem Jahr als Flop.

        Siehe auch

        • DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM, DVD-RAM, DVD±R

        Literatur

        • Hartmut Gieselmann: Gegen das Vergessen. US-Forscher prüfen Lebensdauer von [beschreibbaren] CDs und DVDs. in: c't. 22. 2005, 1, S. 44.
        • Jim Taylor: DVD Demystified. McGraw-Hill, New York ³2006 (englisch mit DVD). ISBN 0-07-142396-6
        • Riedlberger, Peter und Mühlbauer, Peter (2001): Die Rückkehr des Volksempfängers mit anderen Mitteln ? Wie das DVD-Region-Code-System die Informationsfreiheit beschneidet. In: Telepolis, 4. Mai 2001.

        Weblinks

        • DVD-Forum und DVD+RW Alliance ? Offizielle Websites der beiden standardgebenden DVD-Organisationen (englisch)
        • dvddemystifiziert.de ? Die deutsche Fassung der bekannten englischen www.dvddemystified.com, welche aus der FAQ der Newsgroup news://rec.video.dvd entstanden ist
        • Media-Infodienst.de ? Aktuelles DVD-Wissen
        • tecchannel.de ? Details zum Reed-Solomon-Product-Code, der bei der DVD verwendet wird
        • Chemie im Alltag: Anorganische Speichermaterialien in DVDs
        • Understanding Recordable & Rewritable DVD by Hugh Bennett
        • Disc-Videoformate
        • Lexikon zur DVD- und CD-Herstellung

        Einzelnachweise

        1. ^http://www.imation.de/support/faqs/Hersteller_Garantie_Imation.pdf Garantie Imation


This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the Wikipedia article "DVD".
aus MailGate
Re: Problem mit dem Jugendschutzgesetz
Christian Prell wrote: Hallo! > ...Unseres > Wissens nach sind sämtliche Importe automatisch FSK 18. IMHO jein. D. h. wenn es deutsche Ausgaben gibt, sollte (wegen "Inhaltsgleichheit") die deutsche FSK-Prüfung greifen, ansonsten (und das dürfte wohl bei den meisten Filmen sein, die ihr zeigt), ist es automatisch FSK 18. > Nun haben wir auf den Treffen Jugendliche unter 18 und auch unter 16 (aber > mindestens 14 Jahre alt) die unter das Jugendschutzgesetz fallen. Schlecht, sehr schlecht. Ist rechtlich gesehen auch absolut egal, wie alt die genau sind. > Unsere Frage ist : Inwieweit findet das Jugendschutzgesetz bei solchen > Treffen Anwendung? Sobald ihr Filme zeigt. Auch wenn ihr das privat zuhause macht - das Jugendschutzgesetz gilt immer. Es sei denn, es sind Eure Kinder, denen ihr die Filme zeigt. Mit anderen Worten: Wenn ich einen zweijährigen Sohn hätte, dürfte ich ihm "Fight Club" und ähnliche Perlen meiner DVD-Sammlung vorführen, wenn der achtjährige...

-------------------------------------------------------------------------------
Re: Problem mit dem Jugendschutzgesetz
Christian Prell wrote:

Hallo!

> ...Unseres
> Wissens nach sind sämtliche Importe automatisch FSK 18.

IMHO jein. D. h. wenn es deutsche Ausgaben gibt, sollte (wegen
"Inhaltsgleichheit") die deutsche FSK-Prüfung greifen, ansonsten (und
das dürfte wohl bei den meisten Filmen sein, die ihr zeigt), ist es
automatisch FSK 18.

> Nun haben wir auf den Treffen Jugendliche unter 18 und auch unter 16 (aber
> mindestens 14 Jahre alt) die unter das Jugendschutzgesetz fallen.

Schlecht, sehr schlecht. Ist rechtlich gesehen auch absolut egal, wie
alt die genau sind.

> Unsere Frage ist : Inwieweit findet das Jugendschutzgesetz bei solchen
> Treffen Anwendung?

Sobald ihr Filme zeigt. Auch wenn ihr das privat zuhause macht - das
Jugendschutzgesetz gilt immer. Es sei denn, es sind Eure Kinder, denen
ihr die Filme zeigt.

Mit anderen Worten: Wenn ich einen zweijährigen Sohn hätte, dürfte ich
ihm "Fight Club" und ähnliche Perlen meiner DVD-Sammlung vorführen, wenn
der achtjährige Nachbarsjunge dabei sitzt, bleibt nur "Harry Potter".

Unter Umständen greift das Jugenschutzgesetz auch ohne das Vorführen der
Filme, wenn ihr auch indizierte Animes im Programm habt, da indizierte
Medien nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden dürfen - d. h. es
dürfen auch keine indizierten DVDs verkauft oder verliehen werden.

> Reicht eine Einversändnisserklärung der Eltern, das diese Jugendlichen die
> Animes schauen dürfen?

Das dürfte im "Ernstfall" IMHO nicht ausreichen. Rechtlich auf der
sicheren Seite seid ihr IMHO nur, wenn ihr unter-18-Jährige von
vorneherein von den Vorführungen ausschließt. Oder deren Eltern als
Vorführer einbindet.

Bedenken solltet Ihr auch noch, dass unter Umständen die Animes in
Deutschland indiziert sein könnten - das dürfte das Vorführen rechtlich
noch einmal auf eine andere Ebene heben.

Ich weiß, keine allzu guten Nachrichten für dich. Da ich mich allerdings
bisher nur nebenbei mit dem JÖSchG beschäftigt habe und manche Details
seit dem 1. 4. ein wenig anders aussehen, solltest du dich besser
nochmal beim Familienministerium oder bei der FSK schlau machen. Und die
Frage vielleicht nochmal in de.rec.film.misc posten, dort sitzen mehr
FSK-Experten.

Tschüss, Dirk

--
aber ich hab zu ihm gesagt es genügt wenn man lesen kann dann lernt man
was man noch nit gewuszt hat indes wenn man schreibet dann schreibt man
immer nur was man schon weisz - Umberto Eco, Baudolino
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Re: Problem mit dem Jugendschutzgesetz
Christian Prell wrote:

Hallo!

> ...Unseres
> Wissens nach sind sämtliche Importe automatisch FSK 18.

IMHO jein. D. h. wenn es deutsche Ausgaben gibt, sollte (wegen
"Inhaltsgleichheit") die deutsche FSK-Prüfung greifen, ansonsten (und
das dürfte wohl bei den meisten Filmen sein, die ihr zeigt), ist es
automatisch FSK 18.

> Nun haben wir auf den Treffen Jugendliche unter 18 und auch unter 16 (aber
> mindestens 14 Jahre alt) die unter das Jugendschutzgesetz fallen.

Schlecht, sehr schlecht. Ist rechtlich gesehen auch absolut egal, wie
alt die genau sind.

> Unsere Frage ist : Inwieweit findet das Jugendschutzgesetz bei solchen
> Treffen Anwendung?

Sobald ihr Filme zeigt. Auch wenn ihr das privat zuhause macht - das
Jugendschutzgesetz gilt immer. Es sei denn, es sind Eure Kinder, denen
ihr die Filme zeigt.

Mit anderen Worten: Wenn ich einen zweijährigen Sohn hätte, dürfte ich
ihm "Fight Club" und ähnliche Perlen meiner DVD-Sammlung vorführen, wenn
der achtjährige Nachbarsjunge dabei sitzt, bleibt nur "Harry Potter".

Unter Umständen greift das Jugenschutzgesetz auch ohne das Vorführen der
Filme, wenn ihr auch indizierte Animes im Programm habt, da indizierte
Medien nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden dürfen - d. h. es
dürfen auch keine indizierten DVDs verkauft oder verliehen werden.

> Reicht eine Einversändnisserklärung der Eltern, das diese Jugendlichen die
> Animes schauen dürfen?

Das dürfte im "Ernstfall" IMHO nicht ausreichen. Rechtlich auf der
sicheren Seite seid ihr IMHO nur, wenn ihr unter-18-Jährige von
vorneherein von den Vorführungen ausschließt. Oder deren Eltern als
Vorführer einbindet.

Bedenken solltet Ihr auch noch, dass unter Umständen die Animes in
Deutschland indiziert sein könnten - das dürfte das Vorführen rechtlich
noch einmal auf eine andere Ebene heben.

Ich weiß, keine allzu guten Nachrichten für dich. Da ich mich allerdings
bisher nur nebenbei mit dem JÖSchG beschäftigt habe und manche Details
seit dem 1. 4. ein wenig anders aussehen, solltest du dich besser
nochmal beim Familienministerium oder bei der FSK schlau machen. Und die
Frage vielleicht nochmal in de.rec.film.misc posten, dort sitzen mehr
FSK-Experten.

Tschüss, Dirk

--
aber ich hab zu ihm gesagt es genügt wenn man lesen kann dann lernt man
was man noch nit gewuszt hat indes wenn man schreibet dann schreibt man
immer nur was man schon weisz - Umberto Eco, Baudolino
-------------------------------------------------------------------------------
EU-GG: Was wir nicht legitimiert haben, ist nicht legitim. (Essenz+)
Z.T. aus dem SPIEGEL 39.
(S. unten: 'Hans-Jürgen Papier')

S. unten:
'F'up de.soc.misc gesetzt, weil';
'S. auch Beiträge'
-------------------------

Kurz:

Das neue EU-GG ist nicht legitim:

Es wird nicht dem Bürger zur Genehmigung vorgelegt.


.. wird nicht zur Genehmigung vorgelegt, u.a. weil
diese selbstherrlichen, illoyalen Burschen Angst haben davor,
das (kriminell entmündigte) Volk könnte sich
bei dieser Gelegenheit rächen für frühere Entmündigungen (s. unten).

(Dies ist ein weiterer Fall in ihrem langen Sünden-Register,
das sie mit jedem neuen Fall umso sicherer einholen wird.)

Wichtiges ist in unserer sog. 'Demokratie'
'kein Wahlkampf-Thema!'.
--------------

Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.

Unser heutiges GG beraubt uns
dieses unveräußerlichen Rechts.
--------------

Frühere Entmündigungen: *

* Unser GG wurde nicht von uns legitimiert.
.. obwohl das GG solche Legitimation vorschreibt.

* die EU;

* der Euro;

(Er wurde bis jetzt in _keinem_ der Euroländer legitimiert.)

* die EU-Grundrechte-Charta;

(.. eine zivilisatorische Peinlichkeit)

* Schengen; nationale Personen-Grenze;

* Zuwanderung;

* Ost-Erweiterung;
entsprechende Zusagen an die Türkei;


* (entmündigende) Verpflichtung des Parlaments,
EU-Gesetzen zuzustimmen;

* (entmündigender, Verfassungs-widriger) Fraktions-Zwang;

(Karlsruhe weigert sich, Klagen dagegen zu bearbeiten.
Die Richter in Karlsruhe werden von den Parteien bestellt.)


* Jüngste Entwündigung durch unserer Beauftragten (Abgeordneten)
bzgl. mehr direkter Demokratie.

(Rund 80% der Bürger wollen mehr direkte Demokratie!)
--------------

Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien

für unser neues GG in spe!
------------------------- -------------------------

Hans-Jürgen Papier,
Präsident des Bundesverfassungsgerichts (Interview):
(Essenz in meinen Worten)

Erklärung der Kennzeichnungen der Zeilen-Autoren:

>... solche Zeilen sind inhaltlich vom SPIEGEL ...

(... solche Zeilen sind von mir (Hermann Niederreiter) ...
HN)

Essenz:

Der Verfassungsvertrag bedarf der Zustimmung der Gesetzgebungsorgane.

Zu sagen (wie Schröder), er sei nur noch abzunicken,
tangiert die demokratisch-parlamentarischen Grundfesten.

Der Entwurf müßte eigentlich
von den Mitgliedsstaaten und vor allem
von deren Parlamenten
sorgfältig diskutiert werden.


>Die knapp 500 Artikel beanspruchen
>Verbindlichkeit für 500 Millionen Bürger.

>Fischer verlangt eine Ratifizierung ohne größere Debatte.

(Das kann sich in Deutschland
ein Minister des Parlaments erlauben zu fordern !
HN)

>Wohl kaum ein Parlamentarier wird den Mut haben,
>Verbesserungs-Vorschläge zu machen.

Der Entwurf ist erarbeitet worden im Auftrag der Regierungskonferenz.
Es ist klar, daß das nicht anders gehen konnte.

(.. eine frivole/ leichtfertige Logik.

Auch bei anderer Gelegenheit 'argumentiert' Karlsruhe
rethorisch nach dem Schema: 'Wie sonst sollte es gehen?!'

In Klartext:
'Weil uns im Moment nichts besseres einfällt, ist es gut.'


Zum Thema: *

* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

* Wenn es schon eine monopolistische Kommission sein muß,
dann können nur wir Bürger die Kommission legitimieren.

.. allenfalls eine beauftragte Kommission, die
diese Kommission legitimiert.

So aber ist das von vornherein Selbstbedienung der Macht.

.. Selbstbedienung der von uns
nur sehr, sehr indirekt und für andere Aufgaben
beauftragten Macht.


Das GG ist dafür zu wichtig.

.. zu wichtig auch, um es einer
monopolistischen Kommission zu überlassen.

Zu wichtig auch, um
die Absegnung den Machthabern zu überlassen.

(.. deren Beaufsichtigung das GG ja sichern soll.)


Ein neues GG erfodert: *

* freien Wettbewerb der Entwürfe;

* eine sehr lange Zeit der öffentlichen Diskussion
& der Verbesserung der (konkurrierenden) Entwürfe;

(Das ist zugleich eine notwendige Zeit, in der
der (genehmigende) Bürger diesbzgl. lernt.)

* persönliche/ direkte Genehmigung durch uns Bürger.
HN)


>Wäre ein Volksentscheid eine Alternative?

Die jetzigen Spielregeln bieten eine hinreichende
demokratische Legitimation.

(Nein: *

* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

* Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.

* Daß uns unser heutiges GG
dieses unveräußerlichen Rechts beraubt,
ist schlicht unzivilisiert, eine Peinlichkeit.

.. ein desaströser Skandal.
HN)

Bei einem Volksentscheid
würden die Bürger vielleicht falsch abstimmen.

(.. ein frivoles, anmaßendes 'Argument'!

So 'argumentiert' der Präsident des Bundesverfassungsgerichts!)
HN)


>Würde sich das Volk wehren gegen ein von oben verordnetes GG?

Es könnten sich Ressentiments
gegen frühere Vorkommnisse richten (Euro,..).

(Es ist wie mit Lügen, die weitere Lügen erfordern.
Es ist eine Gaunerei.
Es ist eine Sackgasse.

Das ist eine Chance (neben anderen),
dem entmündigenden, Weltheim-romantischen, undemokratischen Spuk
ein Ende zu bereiten.
HN)


>Da läuft doch etwas schief, wenn sich
>die Regierung nicht traut die Bürger zu fragen.

Mich beunruhigt, daß
die Diskussion (nicht nur in Deutschland)
an der Öffentlichkeit vorbei geht.

.. selbst am Parlament vorbei.

.. selbst an Karlsruhe vorbei.
(.. auch bzgl. Grundsatzfragen)

Das hat zu einer gewissen Ablehnung geführt.

(Schon die EU-Grundrechte-Charta
wurde quasi heimlich gestrickt & beschlossen.

Kaum ein Bürger kennt sie, hatte Gelegenheit sie zu lesen.

Sie ist soziell, nicht freiheitlich/ zivilisiert.

Sie sieht wichtige zivilisatorische Grundrechte nicht vor,
wie: *

* Grundrecht auf Beaufsichtigung der Macht.

* Verbot von staatlicher Volkserzieherei.

* Grundrecht auf Staats-Minimierung.

* Grundrecht auf Separation.

* ...

Hundt: ein Versorgungs-Katalog.
HN)


Das neue GG sieht (theoretisch) vor, daß
Brüssel nur macht, was die Einzelstaaten
nicht alleine mindestrens genauso gut machen können.

Ob das funktioniert muß sich erst noch zeigen.

Es könnte zu einem Wettlauf bei der Produktion von Gesetzen kommen:

Beide Seiten wollen der jeweils anderen zuvorkommen.

Am Ende ist jeder Lebensbereich bis ins letzte geregelt.


Es ist offen, ob Brüssel Kompetenzen einfach an sich ziehen kann.

Luxemburg sieht das anders als Karlsruhe.


>Luxemburg entscheidet letztlich, welche Gesetze
>wir Brüssel überlassen müssen.
>Dürfen wir so viel Souveränität abgeben?

Nein, nicht nach der Rechtsprechung von Karlsruhe.

Auch das EU-GG würde nichts daran ändern.

(Auch die Änderung des EU-GGs
ist nicht der EU möglich, sondern
bleibt Sache der Teil-Staaten.)


>Unser Verlust an staatlicher Selbständigkeit ist trotdem erheblich.

Es gibt keine Klageart, die vergleichbar wäre mit
unserer Verfassungsbeschwerde.

Ich halte es für denkbar, die Sicherung der Grundrechte
den nationalen Gerichten anzuvertrauen.

.. mit Vorlagepflichten, um
die Letztverantwortlichkeit von Luxemburg zu sichern.


Es ist zu befürchten, daß die Praxis von
25 verschiedenen Strafrechtsordnungen
allzu unterschiedlich sein dürfte.
------------------------- Ende Essenz -------------------------

Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien

für unser neues GG in spe: *

* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

* Auch ein GG braucht ein Maßstäbe-Gesetz,
braucht Prinzipien, an denen sich
die einzelnen Artikel messen lassen müssen.

* Das neue GG darf nicht von einer
monopolistischen Kommission erstellt werden.

.. sondern in freiem Wettbewerb,
mit langer Entwicklungszeit & Lernzeit,
bei langer öffentlicher Diskussion.

-------------------------

F'up de.soc.misc gesetzt, weil

Das GG und Entmündigungen des Bürgers
fundamentale gesellschaftliche Faktoren sind.

Kopiert nach de.org.politik.misc, weil
die entsprechenden Gaunereien
von den Parteien begangen werden.
-------------------------

S. auch Beiträge: *

* Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert:
nicht vertrauenswuerdig, chaotisierend, desastroes.


* Zivilisiertheit:
Sprache (Sachlichkeit,..), Ziele, 'Werte', Grundgesetz, Justiz,..


* Zivilisierte Ideale: oberste rationale Ziele + zivilisierte Methoden.
(Was: Die Gewerkschaft schuetzt die Gewerkschaft,..)


* Gesellschaftliche Zivilisiertheit kommt von Buerger-Zivilisiertheit.
(Was: Gewerkschaft dezivilisiert.)



* Direkte Demokratie ist ein Grundrecht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde.)


* Mehr direkte Demokratie fuer Grundlegendes!
(Was: Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert: ...)


* Demokratie:
Schweizer behalten sich zusaetzliche Selbstentscheide vor. (Essenz+)



* Die EU hat uns nichts Positives gebracht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde. (Was: Exodus))


* Giscard: Tuerken sind keine Europaeer.
Ihr Beitritt waere das Ende der EU. (Essenz+)


* 'Intellektuelles'/ geschwaetziges, Weltheim-romantisches Europa.
(Essenz+)



* 'Intellektueller' Schwachsinn: Deutschland war.
(kommentierter WiWo-Aufsatz)


* 25 'Buergerkonvente' fuer ein anderes Deutschland. (Essenz+)


* Deutschland -> Macherland!
.. statt Sozis, 'Intellektuelle', Mohammedaner,..! (Essenz+)


* Direkte Demokratie & freies Internet!
(Was: [Fitug] Ein Angriff ...[aufs Internet];
[ODEM] ...[Internet-Zensur])



Gruß, Hermann
--
Macherland: mehr Informations-, Kommunikations-, Macher- -Kultur: mehr
Verantwortlichkeit/ Erwachsenheit, weniger Zentralismus & Kindlichkeit.
Den Kindern verantwortlich für Deutschland (& Globus) ist nicht die
Filz-Kaste, sondern wir Erwachsene: als Kommunizierer, Macher, Wähler.
--------------------- ---------------------
-------------------------------------------------------------------------------
EU-GG: Was wir nicht legitimiert haben, ist nicht legitim. (Essenz+)
Z.T. aus dem SPIEGEL 39.
(S. unten: 'Hans-Jürgen Papier')

S. unten:
'F'up de.soc.misc gesetzt, weil';
'S. auch Beiträge'
-------------------------

Kurz:

Das neue EU-GG ist nicht legitim:

Es wird nicht dem Bürger zur Genehmigung vorgelegt.


.. wird nicht zur Genehmigung vorgelegt, u.a. weil
diese selbstherrlichen, illoyalen Burschen Angst haben davor,
das (kriminell entmündigte) Volk könnte sich
bei dieser Gelegenheit rächen für frühere Entmündigungen (s. unten).

(Dies ist ein weiterer Fall in ihrem langen Sünden-Register,
das sie mit jedem neuen Fall umso sicherer einholen wird.)

Wichtiges ist in unserer sog. 'Demokratie'
'kein Wahlkampf-Thema!'.
--------------

Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.

Unser heutiges GG beraubt uns
dieses unveräußerlichen Rechts.
--------------

Frühere Entmündigungen: *

* Unser GG wurde nicht von uns legitimiert.
.. obwohl das GG solche Legitimation vorschreibt.

* die EU;

* der Euro;

(Er wurde bis jetzt in _keinem_ der Euroländer legitimiert.)

* die EU-Grundrechte-Charta;

(.. eine zivilisatorische Peinlichkeit)

* Schengen; nationale Personen-Grenze;

* Zuwanderung;

* Ost-Erweiterung;
entsprechende Zusagen an die Türkei;


* (entmündigende) Verpflichtung des Parlaments,
EU-Gesetzen zuzustimmen;

* (entmündigender, Verfassungs-widriger) Fraktions-Zwang;

(Karlsruhe weigert sich, Klagen dagegen zu bearbeiten.
Die Richter in Karlsruhe werden von den Parteien bestellt.)


* Jüngste Entwündigung durch unserer Beauftragten (Abgeordneten)
bzgl. mehr direkter Demokratie.

(Rund 80% der Bürger wollen mehr direkte Demokratie!)
--------------

Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien

für unser neues GG in spe!
------------------------- -------------------------

Hans-Jürgen Papier,
Präsident des Bundesverfassungsgerichts (Interview):
(Essenz in meinen Worten)

Erklärung der Kennzeichnungen der Zeilen-Autoren:

>... solche Zeilen sind inhaltlich vom SPIEGEL ...

(... solche Zeilen sind von mir (Hermann Niederreiter) ...
HN)

Essenz:

Der Verfassungsvertrag bedarf der Zustimmung der Gesetzgebungsorgane.

Zu sagen (wie Schröder), er sei nur noch abzunicken,
tangiert die demokratisch-parlamentarischen Grundfesten.

Der Entwurf müßte eigentlich
von den Mitgliedsstaaten und vor allem
von deren Parlamenten
sorgfältig diskutiert werden.


>Die knapp 500 Artikel beanspruchen
>Verbindlichkeit für 500 Millionen Bürger.

>Fischer verlangt eine Ratifizierung ohne größere Debatte.

(Das kann sich in Deutschland
ein Minister des Parlaments erlauben zu fordern !
HN)

>Wohl kaum ein Parlamentarier wird den Mut haben,
>Verbesserungs-Vorschläge zu machen.

Der Entwurf ist erarbeitet worden im Auftrag der Regierungskonferenz.
Es ist klar, daß das nicht anders gehen konnte.

(.. eine frivole/ leichtfertige Logik.

Auch bei anderer Gelegenheit 'argumentiert' Karlsruhe
rethorisch nach dem Schema: 'Wie sonst sollte es gehen?!'

In Klartext:
'Weil uns im Moment nichts besseres einfällt, ist es gut.'


Zum Thema: *

* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

* Wenn es schon eine monopolistische Kommission sein muß,
dann können nur wir Bürger die Kommission legitimieren.

.. allenfalls eine beauftragte Kommission, die
diese Kommission legitimiert.

So aber ist das von vornherein Selbstbedienung der Macht.

.. Selbstbedienung der von uns
nur sehr, sehr indirekt und für andere Aufgaben
beauftragten Macht.


Das GG ist dafür zu wichtig.

.. zu wichtig auch, um es einer
monopolistischen Kommission zu überlassen.

Zu wichtig auch, um
die Absegnung den Machthabern zu überlassen.

(.. deren Beaufsichtigung das GG ja sichern soll.)


Ein neues GG erfodert: *

* freien Wettbewerb der Entwürfe;

* eine sehr lange Zeit der öffentlichen Diskussion
& der Verbesserung der (konkurrierenden) Entwürfe;

(Das ist zugleich eine notwendige Zeit, in der
der (genehmigende) Bürger diesbzgl. lernt.)

* persönliche/ direkte Genehmigung durch uns Bürger.
HN)


>Wäre ein Volksentscheid eine Alternative?

Die jetzigen Spielregeln bieten eine hinreichende
demokratische Legitimation.

(Nein: *

* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

* Moralischerweise & sittlicherweise
_können wir gar nicht_
unser Grundrecht aus der Hand geben,
persönlich/ direkt zu entscheiden, was wir
persönlich/ direkt entscheiden wollen.

* Daß uns unser heutiges GG
dieses unveräußerlichen Rechts beraubt,
ist schlicht unzivilisiert, eine Peinlichkeit.

.. ein desaströser Skandal.
HN)

Bei einem Volksentscheid
würden die Bürger vielleicht falsch abstimmen.

(.. ein frivoles, anmaßendes 'Argument'!

So 'argumentiert' der Präsident des Bundesverfassungsgerichts!)
HN)


>Würde sich das Volk wehren gegen ein von oben verordnetes GG?

Es könnten sich Ressentiments
gegen frühere Vorkommnisse richten (Euro,..).

(Es ist wie mit Lügen, die weitere Lügen erfordern.
Es ist eine Gaunerei.
Es ist eine Sackgasse.

Das ist eine Chance (neben anderen),
dem entmündigenden, Weltheim-romantischen, undemokratischen Spuk
ein Ende zu bereiten.
HN)


>Da läuft doch etwas schief, wenn sich
>die Regierung nicht traut die Bürger zu fragen.

Mich beunruhigt, daß
die Diskussion (nicht nur in Deutschland)
an der Öffentlichkeit vorbei geht.

.. selbst am Parlament vorbei.

.. selbst an Karlsruhe vorbei.
(.. auch bzgl. Grundsatzfragen)

Das hat zu einer gewissen Ablehnung geführt.

(Schon die EU-Grundrechte-Charta
wurde quasi heimlich gestrickt & beschlossen.

Kaum ein Bürger kennt sie, hatte Gelegenheit sie zu lesen.

Sie ist soziell, nicht freiheitlich/ zivilisiert.

Sie sieht wichtige zivilisatorische Grundrechte nicht vor,
wie: *

* Grundrecht auf Beaufsichtigung der Macht.

* Verbot von staatlicher Volkserzieherei.

* Grundrecht auf Staats-Minimierung.

* Grundrecht auf Separation.

* ...

Hundt: ein Versorgungs-Katalog.
HN)


Das neue GG sieht (theoretisch) vor, daß
Brüssel nur macht, was die Einzelstaaten
nicht alleine mindestrens genauso gut machen können.

Ob das funktioniert muß sich erst noch zeigen.

Es könnte zu einem Wettlauf bei der Produktion von Gesetzen kommen:

Beide Seiten wollen der jeweils anderen zuvorkommen.

Am Ende ist jeder Lebensbereich bis ins letzte geregelt.


Es ist offen, ob Brüssel Kompetenzen einfach an sich ziehen kann.

Luxemburg sieht das anders als Karlsruhe.


>Luxemburg entscheidet letztlich, welche Gesetze
>wir Brüssel überlassen müssen.
>Dürfen wir so viel Souveränität abgeben?

Nein, nicht nach der Rechtsprechung von Karlsruhe.

Auch das EU-GG würde nichts daran ändern.

(Auch die Änderung des EU-GGs
ist nicht der EU möglich, sondern
bleibt Sache der Teil-Staaten.)


>Unser Verlust an staatlicher Selbständigkeit ist trotdem erheblich.

Es gibt keine Klageart, die vergleichbar wäre mit
unserer Verfassungsbeschwerde.

Ich halte es für denkbar, die Sicherung der Grundrechte
den nationalen Gerichten anzuvertrauen.

.. mit Vorlagepflichten, um
die Letztverantwortlichkeit von Luxemburg zu sichern.


Es ist zu befürchten, daß die Praxis von
25 verschiedenen Strafrechtsordnungen
allzu unterschiedlich sein dürfte.
------------------------- Ende Essenz -------------------------

Lernen wir aus diesen
(selbstbedienerischen, selbstherrlichen)
Gaunereien der Parteien

für unser neues GG in spe: *

* Was wir Bürger an Grund-Legendem nicht legitimiert haben,
ist nicht legitim.

* Auch ein GG braucht ein Maßstäbe-Gesetz,
braucht Prinzipien, an denen sich
die einzelnen Artikel messen lassen müssen.

* Das neue GG darf nicht von einer
monopolistischen Kommission erstellt werden.

.. sondern in freiem Wettbewerb,
mit langer Entwicklungszeit & Lernzeit,
bei langer öffentlicher Diskussion.

-------------------------

F'up de.soc.misc gesetzt, weil

Das GG und Entmündigungen des Bürgers
fundamentale gesellschaftliche Faktoren sind.

Kopiert nach de.org.politik.misc, weil
die entsprechenden Gaunereien
von den Parteien begangen werden.
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S. auch Beiträge: *

* Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert:
nicht vertrauenswuerdig, chaotisierend, desastroes.


* Zivilisiertheit:
Sprache (Sachlichkeit,..), Ziele, 'Werte', Grundgesetz, Justiz,..


* Zivilisierte Ideale: oberste rationale Ziele + zivilisierte Methoden.
(Was: Die Gewerkschaft schuetzt die Gewerkschaft,..)


* Gesellschaftliche Zivilisiertheit kommt von Buerger-Zivilisiertheit.
(Was: Gewerkschaft dezivilisiert.)



* Direkte Demokratie ist ein Grundrecht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde.)


* Mehr direkte Demokratie fuer Grundlegendes!
(Was: Pragmatische Prinzipienlosigkeit ist unzivilisiert: ...)


* Demokratie:
Schweizer behalten sich zusaetzliche Selbstentscheide vor. (Essenz+)



* Die EU hat uns nichts Positives gebracht.
(Was: Deutschland geht vor die Hunde. (Was: Exodus))


* Giscard: Tuerken sind keine Europaeer.
Ihr Beitritt waere das Ende der EU. (Essenz+)


* 'Intellektuelles'/ geschwaetziges, Weltheim-romantisches Europa.
(Essenz+)



* 'Intellektueller' Schwachsinn: Deutschland war.
(kommentierter WiWo-Aufsatz)


* 25 'Buergerkonvente' fuer ein anderes Deutschland. (Essenz+)


* Deutschland -> Macherland!
.. statt Sozis, 'Intellektuelle', Mohammedaner,..! (Essenz+)


* Direkte Demokratie & freies Internet!
(Was: [Fitug] Ein Angriff ...[aufs Internet];
[ODEM] ...[Internet-Zensur])



Gruß, Hermann
--
Macherland: mehr Informations-, Kommunikations-, Macher- -Kultur: mehr
Verantwortlichkeit/ Erwachsenheit, weniger Zentralismus & Kindlichkeit.
Den Kindern verantwortlich für Deutschland (& Globus) ist nicht die
Filz-Kaste, sondern wir Erwachsene: als Kommunizierer, Macher, Wähler.
--------------------- ---------------------
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Re: Windkraftanlagen welchers \\
Am 20.09.03 schrieb Christoph Müller:

> Werner Scheinast schrieb:
>
> > Wen interessieren die Freßfeinde denn? Nahrungskonkurrenten sind viel
> > wichtiger.
>
> Du darfst davon ausgehen, dass solchermaßen genveränderten Organismen
> entsprechende Ressourcennutzung eingebaut wird.

Gerade das ist ja nicht der Fall, sonst würden sie keinen H2 herstellen.

> Du meinst, es wäre wirklich uninteressant, wie lange die Art lebt? Mit
> jedem Tag wird sie Wasser UNWIDERBRINGLICH von der Erde verschwinden
> lassen. Da gibt es nichts mehr rückgängig zu machen.

Wenn es nicht zuviel ist, spielt es keine Rolle.

> > > Oder vergleichbar mit diversen Kampfritualen, die auch nur Energie
> > > ablassen, wie ein Loch im Tank.
> >
> > Kein Kampfritual in der Natur dient dazu, nur Energie abzulassen.
>
> Sondern?

Paarung, Reviere, Ressourcen ... das weißt Du doch selber!

> > Der typische
> > Lebensraum einer Schnecke stellt viel Material (Nahrung) mit eher wenig
> > Energiegehalt (Blätter etc.) zur Verfügung.
>
> Dann braucht man die Wasserstofforganismen doch nur in Konkurrenz zu
> Schnecken zu setzen.

Ja, Schnecken dürften zur Menge der Nahrungskonkurrenten dazuzählen, aber
nur am Rande.

> Bis auf den Menschen dominiert kein Lebewesen die Erde. Hängt aber auch
> nur von der Betrachtungsweise ab. Die eigentlichen Regenten der Erde
> sind energiefressende FLIEGENDE Lebenwesen. Nämlich die Insekten.

Durch das Fliegen haben sie ihre Möglichkeiten zur Nahrungssuche
(Energiegewinnung) stark vergrößert.

> > > > Wenn, dann solltest Du z. B. Bakterien
> > > > mit Säugetieren vergleichen. Ja, Bakterien nutzen die Energie i. a.
> > > > effizienter.
> > >
> > > Nach deiner bisherigen Theorie, wie ich sie verstanden habe, dürfte es
> > > dann überhaupt keine höheren Lebewesen geben.
> >
> > Das hast Du völlig falsch verstanden.
>
> Dann kläre mich bitte darüber auf, WAS ich falsch verstanden habe.

Du unterstellst mir die Behauptung, Energieeffizienz sei das
alleinseligmachende Kriterium. Das habe ich nie behauptet, es stimmt auch
nicht.

> Diese hohe Effizienz scheint für dich aber das wichtigste
> Überlebensprinzip zu sein. Ich bezweifle das sehr stark. Sie ist nur
> eines von vielen.

Das alleinseligmachende Kriterium ist die Fortpflanzung. Sie impliziert
hohe Effizienz bei Nahrungs- und Energieverwertung. Aber ebenso wie ein
Unternehmen für die Entwicklung eines neuen Produktes Geld investiert, das
man doch eigentlich lieber sparen will, lohnt es sich in der Biologie, in
Fähigkeiten wie Fliegen Energie zu investieren, um anderweitig Gewinne zu
machen. Beachte aber mal den Unterschied zwischen "investieren" und
"wegwerfen"!

> > > > Aber dort kommen doch ganz andere Effekte ins Spiel wie
> > > > Spezialisierung und Arbeitsteilung unter den Körperzellen, gegenseitige
> > > > Abstimmung und Zusammenarbeit etc.
> > >
> > > Und was bringt's?
> >
> > Daß wir existieren.
>
> Aber es bringt auch eine geringere Energieeffizienz. Folglich dürften
> wir entsprechend deiner Überlebungen gar nicht existieren, weil wir zu
> ineffizient sind.

Energie ist nicht das einzige, was zählt. Was sollen immer diese
Unterstellungen?

> > Erklär mir mal, warum anaerobe Organismen auf Nischen angewiesen sind.
> > Reiner Zufall, daß sie die Welt nicht dominieren?
>
> Die Rede ist hier nicht Anaerobiern,

Du weichst aus.

> sondern von menschengemachten
> wasserstoffproduzierenden Organismen, die mit Sicherheit auf BILLIGE
> Produktionsweise hingetrimmt werden. Man wird sie also auf "Nischen"
> hintrimmen, die möglichst einfach herzustellen sind. Oder noch besser,
> die schon so vorgefunden werden. Z.B. in den Ozeanen.

Die Natur hat alle Organismen seit vier Milliarden Jahren auf billige
(Re-)Produktion hingetrimmt.

> > > Du gingst doch bislang davon aus, dass die Energieverschwendung ein
> > > massives Lebenshemmnis ist, was ich bezweifle. Pflanzen verschwenden
> > > sehr viel der angebotenen Energie und leben trotzdem.
> >
> > Nochmal: Wer sollte sie ausgerottet haben?
>
> Langsam habe ich das Gefühl, dass wir aneinander vorbei diskutieren.

Das Gefühl habe ich schon lange. Dein Einwand hier ist und bleibt mir
unverständlich.

> > > Wäre die Energieeffizienz so wichtig, wie du behauptest, dann hätte die
> > > Evolution bisher alles daran gesetzt, um die Effizienz auf Extremwerte
> > > zu steigern. 20% wären damit also zu erwarten.
> >
> > 20 %? Woher weißt Du das?
>
> Solarzellen schaffen das (z.T. sogar noch mehr).

Nein. Es gibt keine Solarzelle, die mit 20 % Effizienz aus Sonnenlicht
Proteine und Kohlehydrate synthetisiert und sich selbst vermehrt.

> Außerdem wird - zumindest großen Pflanzen - noch
> viel Windenergie angeboten, (...) [Wasserkraft]

Die Nutzung mechanischer Energie für chemische Zwecke ist leider mit der
Schritt-für-Schritt-Taktik der Evolution kaum zu erreichen. Auch in
Milliarden Jahren nicht. Windenergie wird aber von Vögeln zur Fortbewegung
genutzt.

> > Selbst wenn das stimmen würde, dann wäre es in dem Augenblick irrelevant
> > geworden, wo eines dieser Wasserstoffbakterien zum konventionellen
> > Stoffwechsel zurück mutiert.
>
> Wieso denn ZURÜCKmutieren? Genveränderte Lebewesen werden NEUE Lebewesen
> sein. Da wird die Erbinformation ganz gezielt ausgetauscht. Was
> herausgeschnitten wurde, ist dann nicht mal mehr latent vorhanden.

Du mußt vor allem einfügen, nicht ausschneiden. Aber davon abgesehen: Es
findet zwischen Bakterien in der Natur andauernd massiver Austausch von
Erbsubstanz statt.

> > In dem Augenblick wäre die Energieeffizienz
> > nämlich das alleinseligmachende Kriterium, da es keine anderen
> > Unterschiede gäbe.
>
> Mir scheint, du überschätzt die Wichtigkeit Energieeffizienz für
> Lebewesen ganz gewaltig.

Ob ich sie hoch oder niedrig einschätze, ist für dieses Argument
irrelevant. Wenn alle anderen Kriterien entfallen, bleibt nur sie übrig.

> Beobachte ich die Natur, stelle ich höchst selten fest, dass sie
> wahnsinnig viel in Energieeffizienz einsetzt. Viel wichtiger sind
> Strategien, WO man nicht gefressen wird und WO man was zu Fressen
> findet. Aber die EnergieEFFIZIENZ spielt fast immer nur eine
> untergeordnete Rolle.

Vielleicht verstehe ich jetzt unser Kommunikationsproblem: Effizienz meine
ich im Hinblick auf die Gesamtsumme, nicht auf Einzelprozesse.
Man investiert Energie z. B. in den Bau eines Kraftwerks, um damit Energie
zu ernten. Deine Einwände besagen, daß Energie nicht wichtig ist, weil man
sonst keine Kraftwerke bauen würde, was ja Energie kostet. Kraftwerksbau
verbraucht Energie, die ist erst mal futsch, aber damit definiere ich
nicht "Effizienz".

> > Nun mal langsam! Wasserstoff steigt nicht nach oben, er vermischt sich
> > gleichmäßig mit der Luft.
>
> Mehr oder weniger. Wenn wir für die ganze Atmosphäre IDEALE Gase
> annehmen könnten. Können wir aber nicht. Wir haben REALE Gase. Und diese
> verhalten sich leider nicht immer so lehrbuchmäßig, wie du zu glauben
> scheinst. Wie erklärst du dir mit deiner Theorie der idealen Gase, dass
> die Zusammensetzung der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen ebenfalls
> unterschiedlich ist?

Bis in 100 km Höhe ist sie, wie ich mal gelesen habe, ziemlich konstant.
Dann wird wohl die mittlere freie Weglänge bedeutsam und die von Dir
beschriebenen Wasserstoffverluste möglich.

> > Wenn also heute die Pflanzenwelt den CO2-Gehalt auf 0,3 % gedrückt hält,
> > muß selbst bei wesentlich schlechterer Ausnutzung ein H2-Fresser den
> > H2-Gehalt viel weiter drücken.
>
> Wird nicht gelingen, weil das Gas sich nicht nur vermischt, sondern auch
> aufsteigt

Wenn unten fast nichts da ist, weil es weggefressen wird, kann auch nur
wenig aufsteigen.
Hast Du Daten über die höhenabhängige Atmosphärenzusammensetzung? Mit
Google finde ich nichts, und berechnen läßt sich das kaum.


Ich habe in der Tat auch Angst davor, daß vom Menschen geschaffene
Mikroorganismen Katastrophen auslösen könnten. Aber gerade dieses
Wasserstoffszenario fällt nicht darunter. Vielmehr fürchte ich mich
vor den hocheffizienten Kreationen.


Gruß
Werner
-------------------------------------------------------------------------------
Re: Windkraftanlagen welchers \\
Am 20.09.03 schrieb Christoph Müller:

> Werner Scheinast schrieb:
>
> > Wen interessieren die Freßfeinde denn? Nahrungskonkurrenten sind viel
> > wichtiger.
>
> Du darfst davon ausgehen, dass solchermaßen genveränderten Organismen
> entsprechende Ressourcennutzung eingebaut wird.

Gerade das ist ja nicht der Fall, sonst würden sie keinen H2 herstellen.

> Du meinst, es wäre wirklich uninteressant, wie lange die Art lebt? Mit
> jedem Tag wird sie Wasser UNWIDERBRINGLICH von der Erde verschwinden
> lassen. Da gibt es nichts mehr rückgängig zu machen.

Wenn es nicht zuviel ist, spielt es keine Rolle.

> > > Oder vergleichbar mit diversen Kampfritualen, die auch nur Energie
> > > ablassen, wie ein Loch im Tank.
> >
> > Kein Kampfritual in der Natur dient dazu, nur Energie abzulassen.
>
> Sondern?

Paarung, Reviere, Ressourcen ... das weißt Du doch selber!

> > Der typische
> > Lebensraum einer Schnecke stellt viel Material (Nahrung) mit eher wenig
> > Energiegehalt (Blätter etc.) zur Verfügung.
>
> Dann braucht man die Wasserstofforganismen doch nur in Konkurrenz zu
> Schnecken zu setzen.

Ja, Schnecken dürften zur Menge der Nahrungskonkurrenten dazuzählen, aber
nur am Rande.

> Bis auf den Menschen dominiert kein Lebewesen die Erde. Hängt aber auch
> nur von der Betrachtungsweise ab. Die eigentlichen Regenten der Erde
> sind energiefressende FLIEGENDE Lebenwesen. Nämlich die Insekten.

Durch das Fliegen haben sie ihre Möglichkeiten zur Nahrungssuche
(Energiegewinnung) stark vergrößert.

> > > > Wenn, dann solltest Du z. B. Bakterien
> > > > mit Säugetieren vergleichen. Ja, Bakterien nutzen die Energie i. a.
> > > > effizienter.
> > >
> > > Nach deiner bisherigen Theorie, wie ich sie verstanden habe, dürfte es
> > > dann überhaupt keine höheren Lebewesen geben.
> >
> > Das hast Du völlig falsch verstanden.
>
> Dann kläre mich bitte darüber auf, WAS ich falsch verstanden habe.

Du unterstellst mir die Behauptung, Energieeffizienz sei das
alleinseligmachende Kriterium. Das habe ich nie behauptet, es stimmt auch
nicht.

> Diese hohe Effizienz scheint für dich aber das wichtigste
> Überlebensprinzip zu sein. Ich bezweifle das sehr stark. Sie ist nur
> eines von vielen.

Das alleinseligmachende Kriterium ist die Fortpflanzung. Sie impliziert
hohe Effizienz bei Nahrungs- und Energieverwertung. Aber ebenso wie ein
Unternehmen für die Entwicklung eines neuen Produktes Geld investiert, das
man doch eigentlich lieber sparen will, lohnt es sich in der Biologie, in
Fähigkeiten wie Fliegen Energie zu investieren, um anderweitig Gewinne zu
machen. Beachte aber mal den Unterschied zwischen "investieren" und
"wegwerfen"!

> > > > Aber dort kommen doch ganz andere Effekte ins Spiel wie
> > > > Spezialisierung und Arbeitsteilung unter den Körperzellen, gegenseitige
> > > > Abstimmung und Zusammenarbeit etc.
> > >
> > > Und was bringt's?
> >
> > Daß wir existieren.
>
> Aber es bringt auch eine geringere Energieeffizienz. Folglich dürften
> wir entsprechend deiner Überlebungen gar nicht existieren, weil wir zu
> ineffizient sind.

Energie ist nicht das einzige, was zählt. Was sollen immer diese
Unterstellungen?

> > Erklär mir mal, warum anaerobe Organismen auf Nischen angewiesen sind.
> > Reiner Zufall, daß sie die Welt nicht dominieren?
>
> Die Rede ist hier nicht Anaerobiern,

Du weichst aus.

> sondern von menschengemachten
> wasserstoffproduzierenden Organismen, die mit Sicherheit auf BILLIGE
> Produktionsweise hingetrimmt werden. Man wird sie also auf "Nischen"
> hintrimmen, die möglichst einfach herzustellen sind. Oder noch besser,
> die schon so vorgefunden werden. Z.B. in den Ozeanen.

Die Natur hat alle Organismen seit vier Milliarden Jahren auf billige
(Re-)Produktion hingetrimmt.

> > > Du gingst doch bislang davon aus, dass die Energieverschwendung ein
> > > massives Lebenshemmnis ist, was ich bezweifle. Pflanzen verschwenden
> > > sehr viel der angebotenen Energie und leben trotzdem.
> >
> > Nochmal: Wer sollte sie ausgerottet haben?
>
> Langsam habe ich das Gefühl, dass wir aneinander vorbei diskutieren.

Das Gefühl habe ich schon lange. Dein Einwand hier ist und bleibt mir
unverständlich.

> > > Wäre die Energieeffizienz so wichtig, wie du behauptest, dann hätte die
> > > Evolution bisher alles daran gesetzt, um die Effizienz auf Extremwerte
> > > zu steigern. 20% wären damit also zu erwarten.
> >
> > 20 %? Woher weißt Du das?
>
> Solarzellen schaffen das (z.T. sogar noch mehr).

Nein. Es gibt keine Solarzelle, die mit 20 % Effizienz aus Sonnenlicht
Proteine und Kohlehydrate synthetisiert und sich selbst vermehrt.

> Außerdem wird - zumindest großen Pflanzen - noch
> viel Windenergie angeboten, (...) [Wasserkraft]

Die Nutzung mechanischer Energie für chemische Zwecke ist leider mit der
Schritt-für-Schritt-Taktik der Evolution kaum zu erreichen. Auch in
Milliarden Jahren nicht. Windenergie wird aber von Vögeln zur Fortbewegung
genutzt.

> > Selbst wenn das stimmen würde, dann wäre es in dem Augenblick irrelevant
> > geworden, wo eines dieser Wasserstoffbakterien zum konventionellen
> > Stoffwechsel zurück mutiert.
>
> Wieso denn ZURÜCKmutieren? Genveränderte Lebewesen werden NEUE Lebewesen
> sein. Da wird die Erbinformation ganz gezielt ausgetauscht. Was
> herausgeschnitten wurde, ist dann nicht mal mehr latent vorhanden.

Du mußt vor allem einfügen, nicht ausschneiden. Aber davon abgesehen: Es
findet zwischen Bakterien in der Natur andauernd massiver Austausch von
Erbsubstanz statt.

> > In dem Augenblick wäre die Energieeffizienz
> > nämlich das alleinseligmachende Kriterium, da es keine anderen
> > Unterschiede gäbe.
>
> Mir scheint, du überschätzt die Wichtigkeit Energieeffizienz für
> Lebewesen ganz gewaltig.

Ob ich sie hoch oder niedrig einschätze, ist für dieses Argument
irrelevant. Wenn alle anderen Kriterien entfallen, bleibt nur sie übrig.

> Beobachte ich die Natur, stelle ich höchst selten fest, dass sie
> wahnsinnig viel in Energieeffizienz einsetzt. Viel wichtiger sind
> Strategien, WO man nicht gefressen wird und WO man was zu Fressen
> findet. Aber die EnergieEFFIZIENZ spielt fast immer nur eine
> untergeordnete Rolle.

Vielleicht verstehe ich jetzt unser Kommunikationsproblem: Effizienz meine
ich im Hinblick auf die Gesamtsumme, nicht auf Einzelprozesse.
Man investiert Energie z. B. in den Bau eines Kraftwerks, um damit Energie
zu ernten. Deine Einwände besagen, daß Energie nicht wichtig ist, weil man
sonst keine Kraftwerke bauen würde, was ja Energie kostet. Kraftwerksbau
verbraucht Energie, die ist erst mal futsch, aber damit definiere ich
nicht "Effizienz".

> > Nun mal langsam! Wasserstoff steigt nicht nach oben, er vermischt sich
> > gleichmäßig mit der Luft.
>
> Mehr oder weniger. Wenn wir für die ganze Atmosphäre IDEALE Gase
> annehmen könnten. Können wir aber nicht. Wir haben REALE Gase. Und diese
> verhalten sich leider nicht immer so lehrbuchmäßig, wie du zu glauben
> scheinst. Wie erklärst du dir mit deiner Theorie der idealen Gase, dass
> die Zusammensetzung der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen ebenfalls
> unterschiedlich ist?

Bis in 100 km Höhe ist sie, wie ich mal gelesen habe, ziemlich konstant.
Dann wird wohl die mittlere freie Weglänge bedeutsam und die von Dir
beschriebenen Wasserstoffverluste möglich.

> > Wenn also heute die Pflanzenwelt den CO2-Gehalt auf 0,3 % gedrückt hält,
> > muß selbst bei wesentlich schlechterer Ausnutzung ein H2-Fresser den
> > H2-Gehalt viel weiter drücken.
>
> Wird nicht gelingen, weil das Gas sich nicht nur vermischt, sondern auch
> aufsteigt

Wenn unten fast nichts da ist, weil es weggefressen wird, kann auch nur
wenig aufsteigen.
Hast Du Daten über die höhenabhängige Atmosphärenzusammensetzung? Mit
Google finde ich nichts, und berechnen läßt sich das kaum.


Ich habe in der Tat auch Angst davor, daß vom Menschen geschaffene
Mikroorganismen Katastrophen auslösen könnten. Aber gerade dieses
Wasserstoffszenario fällt nicht darunter. Vielmehr fürchte ich mich
vor den hocheffizienten Kreationen.


Gruß
Werner