Beim
Fernstudium findet im Gegensatz zum Präsenzstudium der größte Teil des Studiums abseits des Campus statt. Der Fernstudent wird von einer Institution betreut, etwa durch besonders aufbereitete Materialien, Studienberatung, die Korrektur von Einsendeaufgaben oder Prüfungen.
Zu unterscheiden ist zwischen dem Fernstudium, das zur Erlangungen eines akademischen Grades (z. B. Diplom, Bachelor oder Master) führt, und dem lediglich weiterbildenden Fernunterricht zu verschiedensten Themen.
Entwicklung
Die ersten Fernunterrichtsangebote wurden ursprünglich auch als
Korrespondenzkurse bezeichnet, da der Student und die betreuende Einrichtung per Post miteinander in Kontakt standen. Das traditionelle Fernstudium hat wegen seiner Anonymität und des Zeitmangels der meist berufstätigen Studenten oft hohe Abbruchquoten.
In letzter Zeit soll E-Learning dem Fernstudium Aufwind bringen. Ein weiterer Schritt sind Online-Studiengänge - man...
Beim
Fernstudium findet im Gegensatz zum Präsenzstudium der größte Teil des Studiums abseits des Campus statt. Der Fernstudent wird von einer Institution betreut, etwa durch besonders aufbereitete Materialien, Studienberatung, die Korrektur von Einsendeaufgaben oder Prüfungen.
Zu unterscheiden ist zwischen dem Fernstudium, das zur Erlangungen eines akademischen Grades (z. B. Diplom, Bachelor oder Master) führt, und dem lediglich weiterbildenden Fernunterricht zu verschiedensten Themen.
Entwicklung
Die ersten Fernunterrichtsangebote wurden ursprünglich auch als
Korrespondenzkurse bezeichnet, da der Student und die betreuende Einrichtung per Post miteinander in Kontakt standen. Das traditionelle Fernstudium hat wegen seiner Anonymität und des Zeitmangels der meist berufstätigen Studenten oft hohe Abbruchquoten.
In letzter Zeit soll E-Learning dem Fernstudium Aufwind bringen. Ein weiterer Schritt sind Online-Studiengänge - man studiert nahezu vollständig in einem Lernraum im Internet. Daneben gibt es jedoch Prüfungs- und Präsenzphasen an einer Hochschule. Der ?Lernraum? ermöglicht, digitale und interaktive Lernmaterialien über das Netz zu verteilen und die Kommunikation zwischen Studenten und Lehrkräften sowie unter den Studenten untereinander zu steigern. Im Vergleich zum klassischen Fernstudium haben Online-Studiengänge daher geringere Abbruchquoten.
Zunehmend bieten auch Präsenz-Fachhochschulen und Universitäten Fernstudiengänge oder weiterbildende Fernstudien an. So bietet z.B. die Hochschule Wismar diverse Bachelor- und Masterstudiengänge in nichttechnischen Fächern mit staatlichen Abschlüssen an. Ein universitäres technisches Ingenieurfernstudium bietet z.B. die TU Dresden in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Maschinenwesen. Auf postgraduale (weiterbildende) Fernstudiengänge spezialisiert hat sich das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung der TU Kaiserslautern (ZFUW).
Eine repräsentative Studie von forsa und der Euro-FH mit 300 deutschen Unternehmen mit mindestens 150 Mitarbeitern im Januar 2007 ergab, dass die Absolventen eines Fernstudiums bei Personalverantwortlichen äußerst gefragt seien: 80 Prozent hielten es mindestens für gleichwertig, weil ein Fernstudium eine hohe Motivation, Zielstrebigkeit, die Fähigkeit zum Zeitmanagement, Organisationstalent, Selbständigkeit und Flexibilität attestiere, nur rund jeder fünfte Personalchef bewertete ein Präsenzstudium höher. Nach Meinung der Befragten sollten Fernstudiengänge ein Gütesiegel etwa der FIBAA haben und vor allem praxisorientiert sein.
Anbieter im deutschsprachigen Raum
In (West-) Deutschland blieb lange Zeit die 1974 gegründete FernUniversität in Hagen der einzige große Anbieter von Fernstudien. Durch einen Staatsvertrag zwischen den Ländern erhielt die FernUniversität einen gesamtstaatlichen Auftrag, Fernstudien anzubieten. In der Schweiz arbeitet die Stiftung "Universitäre Fernstudien Schweiz" mit der Fernuniversität Hagen zusammen, bietet aber auch eigene Studiengänge an.
Private - staatlich anerkannte - Anbieter, die ausschließlich Fernstudiengänge anbieten, sind unter anderem die, AKAD-Privathochschulen (welche die erste private deutsche Fern-Fachhochschule war), sie APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen, die Private FernFachhochschule Darmstadt, die Private Fachhochschule Göttingen, die Private FernFachHochschule Sachsen, die Europäische Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) sowie die größte deutsche private Hochschule HFH Hamburger Fern-Hochschulemit über 6.000 Studenten.
Zunehmend bieten auch Präsenz-Fachhochschulen und Universitäten Fernstudiengänge oder weiterbildende Fernstudien an. So bietet z.B. die Hochschule Wismar diverse Bachelor- und Masterstudiengänge in nichttechnischen Fächern mit staatlichen Abschlüssen an. Ein universitäres technisches Ingenieurfernstudium bietet z.B. die TU Dresden in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Maschinenwesen. Auf postgraduale (weiterbildende) Fernstudiengänge spezialisiert hat sich das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung der TU Kaiserslautern (ZFUW).
Katholische Theologie bzw. Religionspädagogik kann nicht an einer Universität oder Fachhochschule als Fernstudium sondern lediglich bei der Domschule Würzburg belegt werden. Jedoch ist das Studium kirchlich anerkannt und qualifiziert für den kirchlichen Dienst.
Literatur
- Otto Peters, Distance education in transition : new trends and challenges, 4., rev. and extended ed., Oldenburg : Bibliotheks- und Informationssystem der Univ., 2004, ISBN 3-8142-0931-1 - Peters war Gründungsrektor der Fernuniversität Hagen
- Alexandra Puppe, Die Integration der Absolventen des postgradualen Fernstudiums Bibliothekswissenschaft an der HU Berlin in den Arbeitsmarkt : Ergebnisse einer Umfrage zum beruflichen Verbleib, Berlin : Inst. für Biblliotheks- und Informationswiss., Humboldt-Univ. zu Berlin, 2006
Siehe auch
- Fernuniversität
- Virtuelle Lehre
- Virtuelle Universität
Weblinks
- ZFU - Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht
- DGWF - Deutsche Gesellschaft für Weiterbildung und Fernstudien
- Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen
- Universitäre Fernstudien Schweiz
- Früheinstieg ins Physik/MathematikStudium